VIDEO MARKETING- Die Zukunft ist Video

VIDEO MARKETING- Die Zukunft ist Video
14. November 2018 Mustafa Mussa

Video Marketing spielt eine immer größere Rolle und wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Höchste Zeit, sich die aktuellen Entwicklungen zum Thema Video Advertising mal genauer anzuschauen.
Tortendiagramm
Rund 70% der Marketer gaben in diesem Jahr an, Video Marketing einsetzen zu wollen (Quelle: we are social). Und das aus gutem Grund. Kaum ein anderes Instrument ist so effektiv wie Video- das sehen auch 94% der befragten Businesses so (Quelle: optin monsters). Warum sind Video Ads so verdammt effizient?

Video Ads- Bleibender Eindruck

Das Wichtigste für eine gelungene Marketing-Kampagne ist, dass die entscheidenden Botschaften im Gedächtnis bleiben. Video ist hier unschlagbar: je mehr Sinne bei der Aufnahme von Informationen involviert sind, desto besser bleiben diese hängen. Wir behalten beim Lesen laut Statistik lediglich 10% der Botschaften. Beim reinen Hören sind es immerhin 20% und beim visuellen Wahrnehmen von Bildern bleiben 30% der Botschaften im Gedächtnis. Sieht man ein Video, die Kombination aus visuellem und auditivem Konsum von Informationen, schaffen es 50%, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen (Quelle: https://blog.sagipl.com/visual-social-media-content-marketing-statistics/)

Videos- Attraktiv und beliebt

Laut einer Umfrage von Hubspot wünschen sich 43% der Nutzer mehr Video Content- unterhaltsame Videos sind attraktiv, machen Spaß und die Konsumenten teilen diese gerne.
So erhalten Videos in den sozialen Medien bis zu 1200% mehr Likes und Shares als Text und Bild (Quelle: smallbiztrends). Die Reichweite bei Videos auf Facebook ist um 135% höher als bei anderen Postings. 92% der Nutzer, die Videos sehen, teilen diese im Anschluss (Quelle: social media today). Bei Branded Videos sind es immerhin 76%, wenn sie unterhaltsam gemacht sind.

Videos- Unglaubliche Konversionsrate

Ein gut gemachtes, interessantes und unterhaltsames Video ist eine sinnvolle Investition. So kann ein Video auf der Landingpage die Konversionsrate um 80% erhöhen (Quelle: Video Guru) – ein unglaublicher Wert. 50% der User sehen sich ein Video an, bevor sie einen Shop besuchen (Quelle: smallbiztrends). 64% geben an, dass sie ein Produkt gekauft haben, nachdem sie ein Video gesehen hatten und 90% finden Videos hilfreich für die Kaufentscheidung (Quelle: hubspot).

Die Zukunft ist Video- aber wie?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: die Zukunft gehört dem Video Content. Bis 2019 werden Videos 80% des globalen Traffics im Netz ausmachen. Damit ein Video seine volle Überzeugungskraft entfalten kann, gibt es jedoch Einiges zu beachten.

bam!ADvice 1)

Mobile first: der größte Fehler beim Video Marketing ist die fehlende Optimierung für Mobilgeräte.Nicht nur deshalb, weil mittlerweile 90% der Nutzer weltweit Videos auf ihren mobilen Devices ansehen (Quelle: wyzowl). In Deutschland sind es immerhin 53% (Quelle: optin monsters). Auch für SEO ist die Mobile Optimierung relevant, da Googles Algorithmus auch die Nutzerfreundlichkeit von Videos ins Ranking mit einbezieht. Daraus folgt auch direkt…

bam!ADvice 2)

Die Botschaft, die vermittelt werden soll, muss auch ohne Ton verständlich sein. Die Nutzer sind meist ohne Sound unterwegs – in der Bahn, im Wartezimmer, im Kinosaal,… Notfalls kann man mit Untertiteln arbeiten, wie man es etwa in den sozialen Medien häufig sieht.

bam!ADvice 3)

Achten Sie auf eine gute Länge. Das Video sollte je nach Format nicht länger als 30 Sekunden sein. Auch die Ladegeschwindigkeit ist eine wichtige Komponente: Lädt das Video zu lange (über 3 Sekunden), springen die 57% der Nutzer ab.

bam!ADvice 4)

Der 1. Eindruck zählt- Wählen Sie das Titelbild also mit Bedacht aus. Es sollte den Nutzer bereits einfangen, damit er sich das Video ansieht. Nach den ersten 3-4 Sekunden sollten Sie Ihre Zuschauer vom Mehrwert des Videoinhalts überzeugt haben, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer beträgt maximal 7 Sekunden (Quelle: vidyard).

Video Advertising- Welche Form ist die Beste?

In der Marketingbranche gibt es aktuell viele, die sich Gedanken über das hohe Aufkommen von Ad-Blockern machen und im Zuge dessen auch den eigenen Weg hinterfragen. Die herkömmlichen Ad-Formate werden als zunehmend störend wahrgenommen. Vor allem, wenn sie den Blick auf die eigentlichen Inhalte versperren, etwa nicht skippable sind. Man sollte im Falle von Video Ads definitiv vermeiden, dass Autoplay-Videos mit Ton gestartet werden. Wenn der User die Videos mit Ton sehen möchte, ist immer eine Interaktion notwendig.
Das reine Attention-Marketing scheint überholt. Die Experten wollen den User wieder mehr ins Zentrum rücken und kreative, empathische Werbung schaffen, statt schlicht Click-Baiting in unterschiedlicher Ausprägung zu betreiben.
Ein großer Trend ist dabei das semantische Targeting. Hier wird versucht, die Stimmung, die Umgebung des Nutzers zu lesen und passend dazu Ads auszuspielen, die in der jeweiligen Situation einen echten Mehrwert bieten.

HOW TO DO: Wie entsteht ein Video Ad?

Step 1: Aller Anfang ist Strategie

Im ersten Schritt sind immer strategische Überlegungen angesagt. Besonders bezüglich des Targetings, denn der Erfolg einer Kampagne hängt maßgeblich davon ab, dass sie beim richtigen Nutzer ankommt. Hier sind die Marketing-Experten und eine gute Menschenkenntnis gefragt. Die berühmten W-Fragen entscheiden: Wer (welche Zielgruppe?), was (in unserem Fall: welches Video?), wann (welche Tageszeit ist geeignet?), wo (welche Kanäle?) und wie (wie ausspielen?). Je nachdem, für welche Zielgruppe das beworbene Produkt relevant ist, lassen sich die anderen Fragen beantworten.
Sind all diese Fragen geklärt, geht es in die Produktion des Videos- die Designabteilung ist an der Reihe.

 

Designer

Step 2: Digitale Kreationen

Jetzt heißt es erstmal Material sammeln. Entweder wird dieses mit dem Auftrag geliefert, oder es muss in World Wide Web gesucht werden. Die Designer überlegen sich meistens zwei bis drei Vorschläge, zwischen denen der Auftraggeber sich entscheiden kann. Wichtig: bei Video-Ads für Filme oder Spiele werden immer zwei Versionen gemacht. Eine wird vor dem Release ausgespielt und eine ab dem Tag der Veröffentlichung.
Es gibt Video Ads in verschiedenen Formaten, etwa das Video Cube Ad, das Trigger Ad, das Panorama Ad oder das Call Ad. Je nachdem, welches Format gewünscht ist, sind unterschiedliche Schritte im Design nötig. Mal muss viel geschnitten werden, mal sind besondere Effekte oder Animationen gefragt, mal werden die Designer zu virtuosen Komponisten. Wichtig ist immer, dass das Ad sowohl funktional als auch userfreundlich ist. In jedem Fall gilt: das Material muss am Ende komprimiert werden. Sind die Layouts erstellt und alle Assets fertig, sind die Entwickler am Zug.

Entwickler

Step 3: Die Zahlenzauberer sind dran

Die Entwickler werfen zunächst einen Blick auf die Präsentation, um sich ein Bild zu machen, wie das fertige Ad aussehen soll. Dann wird das Material gesichtet. Eventuell sind noch Nachbesserungen nötig, dann führt die Feedbackschleife zurück ins Design. Im Anschluss geht es darum, das Material so zusammenzusetzen, dass am Ende ein funktionierendes Ad entsteht. Dazu werden alle Elemente zusammengefügt, Animationen zum richtigen Zeitpunkt in Bewegung gebracht, die Größen getestet, damit das Ad auch auf den unterschiedlichen Devices immer gut aussieht. Alle Spezifikationen werden in dem Ad platziert, was mitunter in innovativer Bastelei münden kann. Es gibt Probleme? Die sind dazu da, gelöst zu werden. Wenn wir zufrieden sind mit dem Ergebnis, geht das Ad an den Kunden zur Freigabe. Gibt der Auftraggeber das Go, werden Pakete gepackt und das Ad kann endlich ausgespielt werden.