Vier Trends im Mobile Advertising

Vier Trends im Mobile Advertising
11. Oktober 2018 Mustafa Mussa

Werbung auf Smartphones ist auf dem Vormarsch und längst ein Milliardenmarkt. Kein Wunder: Nirgendwo sonst kann man Konsumenten so direkt und persönlich erreichen wie auf dem Handydisplay, das viele Menschen mehr als hundert Mal pro Tag anschauen. Wir von bam! haben uns für Sie vier aktuelle Trends im Mobile Advertising angeschaut. Wir erklären Ihnen, worin die Reize von Werbeformen wie Apple Search Ads, Video Ads, In-App-Advertising und Branded Content liegen.

Apple Search Ads

Apple hat seine Search Ads im August 2018 endlich auch in Deutschland gelauncht und damit die Sehnsucht vieler App-Macher in Deutschland gestillt. Wie hier im Blog bereits im Dezember 2017 berichtet, können App-Macher mit den Search Ads ihre eigenen Apps direkt im App Store mittels Werbung noch besser positionieren. Mit einem hellblauen Hintergrund und dem Anzeige-Symbol versehen erscheinen Search Ads als erster Eintrag in den Suchergebnissen im App Store für iPhone und iPad. Dabei sollen die Anzeigen nach Relevanz für den jeweiligen Nutzer ausgespielt werden. Das wiederum soll die Conversion Rate erkennbar erhöhen. „Für Unternehmen, die sich keine Werbung leisten können und auf organisches Wachstum setzen müssen, sind die Ads keine gute Neuigkeit, denn Apple platziert die Ads prominent an erster Position noch vor den regulären Suchergebnissen. Uns als Werbekunden freut aber natürlich die hohe Sichtbarkeit der Ads im App Store an oberster Stelle. Es bleibt aber abzuwarten, ob das zukünftig auch so bleibt“, analysiert Danny von Holdt, Senior Product & Marketing Manager der Apps von moebel.de, die Werbeform „Search Ads Advanced“. Dabei können App-Entwickler passende Keywords und Zielgruppen festlegen und Kosten entstehen immer dann, wenn ein Nutzer auf eine Anzeige klickt (Cost per Click). Alternativ gibt es auch die Search Ads Basic: Dort bezahlen Entwickler nur, wenn eine Installation der beworbenen App tatsächlich durchgeführt wird (Cost per Install).

Mobile Ads Apple

(Bildnachweis: Apple)

Mobile Videos Ads

68 Prozent der im OWM organisierten werbetreibenden Unternehmen wollen ihre Ausgaben für Online-Videos im Jahr 2018 weiter steigern. Und 85 Prozent der Mitglieder des Fachkreises Online-Mediaagenturen im BVDW halten Video Ads jetzt und in Zukunft für „sehr bedeutend“. Gepaart mit dem Boom der Smartphone-Nutzung ist klar: An Mobile Videos führt kein Weg vorbei. Und mobile Videowerbung ist besonders effektiv, wie eine aktuelle Werbewirkungsstudie der GfK im Auftrag von Facebook zeigt: Schon heute werden laut der Studie bereits 60 Prozent aller Onlinevideos auf mobilen Endgeräten konsumiert, die Tendenz steigt derweil weiter. Die GfK-Analyse von Facebook Video Ads beweist dabei die Effektivität mobiler Videokreationen: Bei acht der untersuchten zehn Kampagnen konnte eine signifikante Steigerung der Verkäufe nach dem Kontakt mit den Videoanzeigen auf Facebook nachgewiesen werden. Die Kaufwahrscheinlichkeit stieg für das jeweils beworbene Produkt um durchschnittlich 13 Prozent an. Dieser Einfluss war mit durchschnittlich 34 Prozent bei Erstkäufern sogar noch höher. Stephan Pirsch, Head of Digital & Content Marketing bei der Bewegtbildagentur Mhoch4, weist in seinen fünf Tipps zum Mobile Video Advertising u.a. darauf hin, dass die überwiegende Anzahl der Mobile Videos direkt in Apps geschaut, deutlich weniger im mobilen Browser. „Ihre Mobile-Video-Strategie sollte daher in erster Linie Ihrer Kanalstrategie entsprechen. In Kürze: Wählen Sie je nach Zielgruppe den richtigen Kanal (Facebook, YouTube, Snapchat, Instagram, Instagram TV), das richtige Format (Story, Horizontal Video, Vertical Video) und das passende Timing“, so Stephan Pirsch. Um erfolgreiche Mobile Videos Ads zu produzieren, empfiehlt Facebook, kurze Videos von 15 Sekunden oder weniger zu produzieren. Um schnell Aufmerksamkeit zu erzeugen, sollte der Einstieg ins Video mit dem fesselndsten Bildmaterial beginnen und möglichst schnell eine konkrete Message rüberbringen.

In-App-Advertising

Wie schon bei Mobile Videos Ads gilt auch generell für Mobile Advertising: Die meiste Zeit Ihrer Screentime auf dem Smartphone verbringen die Nutzer innerhalb von Apps und nicht im Mobile Web. Deshalb ist auch der gesamte Markt für In-App-Advertising besonders wachstumsstark: Auf In-App-Advertising spezialisierte Anbieter wie Smaato oder Pubmatic verkündet deshalb regelmäßig neue Rekordzahlen. So stiegen in Deutschland die Ausgaben für In-App-Advertising auf der Plattform von Smaato im ersten Halbjahr um 48 Prozent, weltweit gab es einen Anstieg von 107 Prozent der Ad Requests. Auch Pubmatic sieht In-App-Advertising als treibende Kraft des Wachstums im Mobile Advertising. Laut einem aktuellen Pubmatic-Report macht In-App-Advertising schon mehr als die Hälfte aller Spendings für mobile Werbung aus. Innerhalb des In-App-Advertisings gibt es zwei große Trends: Zum einen die programmatische Buchung und Ausspielung klassischer mobiler Banner innerhalb der Apps. Zum anderen aber auch exklusive App-Presenterships, bei denen vor allem große Marken bewusst ein Interstitial Ad schalten, gleich wenn die App gestartet wird.

Mobile Ads AdMob
(Bildnachweis: Google AdMob)

Native Advertising / Branded Content

Apps wie Kitchen Stories oder Lovoo machen es vor: Sie bieten Marken die Möglichkeit, in ihren Apps ihre Produkte zu promoten, ohne dass es wie plumpe Werbung wirkt. So bietet die Dating-App Lovoo Werbekunden etwa eine Sponsored Challenge an: Dabei handelt es sich um einen Foto-Wettbewerb, bei dem Tausende von Teilnehmern Fotos zu einem bestimmten Thema hochladen. Die besten Beiträge werden mit verschiedenen Incentives belohnt. Ebenfalls bei Lovoo im Angebot: die Match Ad. Dabei wir ein Produkt im Match Game beworben. Durch die spielerische Integration der Anzeige werden User schnell zum Klick verleitet. U.a. die Fitness-Zeitschrift Men’s Health hat diese Werbeform bereits genutzt. Die Koch-App Kitchen Stories wiederum kooperiert mir Marken, denen die App-Macher individuelle Content-Marketing-Möglichkeiten in einem videobasierten Kontext bieten. Das heißt, dass in den Kochvideos z.B. bestimmte Küchengeräte oder Koch-Zutaten auftauchen können. Kitchen Stories bietet Marken zudem auch an, für sie spezielle Rezepte zu entwickeln und zu verbreiten. Diese Möglichkeit haben bereits Marken wie Alpro Soja oder Nespresso genutzt – und der Haushaltsgeräte-Hersteller BSH (Bosch) ist sogar als Großinvestor eingestiegen.

Mobile Ads Lovoo

(Bildnachweis: Lovoo)

Fazit

Die Möglichkeiten im Mobile Advertising sind nahezu unbegrenzt. Dabei kommt es nicht zuletzt auch auf innovative Kreationen an, die wir von bam! interactive für Sie erstellen können. Sprechen Sie uns einfach an!