Kinderhilfe Afghanistan- Wer stark ist, der muss auch gut sein

Kinderhilfe Afghanistan- Wer stark ist, der muss auch gut sein
7. Juni 2018 Mustafa Mussa
kinderhilfe afghanistan

Dieser Satz stammt aus einem bekannten Kinderbuch und er ist wahr. In Abwandlungen gibt es den Grundsatz, dass die Starken den Schwächeren helfen sollten, bereits seit der Antike. Er besitzt in zahlreichen Kulturen Gültigkeit. Eigentum verpflichtet- steht sogar in unserem Grundgesetz. Auch wir bei bam! sind davon überzeugt, dass Erfolg geteilt werden sollte und so unterstützen wir verschiedene soziale Organisationen. Ein Projekt, das uns besonders am Herzen liegt, ist die Kinderhilfe Afghanistan. Diese möchten wir an dieser Stelle etwas näher vorstellen.

1997 wurde die Initiative von dem Arzt und ehemaligen Bundeswehrsoldaten Dr. Reinhard Erös gemeinsam mit seiner Frau und Familie ins Leben gerufen. Dass diese Initiative Mustafa in spezieller Weise berührt, liegt nicht nur der Herkunft seiner eigenen Familie, sondern auch an der leidenschaftlichen Arbeit der Familie Erös. Diese engagiert sich bereits seit 1987 für Kinder und Familien in Afghanistan. Der sehr persönliche Einsatz des Ehepaars und ihrer fünf erwachsenen Kinder ist beeindruckend und gilt besonders den Kindern und Müttern.

Kinderhilfe Afghanistan- Bildung und medizinische Versorgung

Die Bildung der Kinder und die medizinische Versorgung stehen im Vordergrund der Hilfe, die die Familie Erös gestaltet. Sie sind vor Ort und organisieren alles selbst. So landen Spenden auch wirklich in vollem Umfang genau dort, wofür sie gedacht sind. Die ganze Familie arbeitet ehrenamtlich, es gibt keine Entschädigung oder Entlohnung. Die gesammelten Spenden sollen wirklich vollständig ihren Bestimmungsort erreichen. Mit dem eigenen Geld, viel persönlichem Einsatz und den Spendengeldern konnte die Familie viel Gutes schaffen. Die Säulen der Kinderhilfe Afghanistan sind gegenseitiges Ansehen, Respekt und Vertrauen. Das wurde über lange Jahre aufgebaut.

Alles beginnt während der Bundeswehrzeit von Dr. Erös Ende der 1980er Jahre, als Anette Erös die erste europäische Schule in Peschawar aufbaut, die Modellprojekt für mittlerweile mehr als zwei Dutzend Friedensschulen für Jungen und Mädchen werden sollte. Dr. Erös selbst war währenddessen in eigener Mission mit den Muddschaheddin unterwegs und versorgte viele tausend Menschen in eigens errichteten Krankenstationen in Felshöhlen. Hier wurde der Grundstein für die Kinderhilfe Afghanistan gelegt, denn der gegenseitige Respekt und das Vertrauen wurden in dieser Zeit des unermüdlichen Einsatzes der Familie erworben.

Wir gehen nur dahin, wo man uns auch haben will

Im Unterschied zu vielen staatlichen Hilfsangeboten verschiedener Länder sorgt die Familie Erös dafür, dass die Hilfe da ankommt, wo sie benötigt und vor allem gewollt wird. Es geschieht nichts gegen den Willen der afghanischen Bevölkerung. Die Projekte werden mit allen Parteien abgeklärt und mitunter muss Dr. Erös lange Überzeugungsarbeit leisten, bis wirklich allen einleuchtet, warum etwa Schulbildung auch für Mädchen wichtig ist. Die zahlreichen Projekte werden nicht von ausländischen Baufirmen gebaut, sondern von den Leuten, die tatsächlich dort leben.

Die Kinderhilfe Afghanistan gibt den Menschen eine Chance. Darum geht es in Afghanistan, dass für die jungen Menschen vor Ort eine Perspektive geschaffen wird, denn nur so kann man den Kindern jetzt und in der Zukunft nachhaltig helfen. So unterstützte die Kinderhilfe Afghanistan die afghanische Bevölkerung unter anderem beim Bau von unterschiedlichen Schulen, einer Mutter-Kind-Klinik, eines Waisenhauses. Es entstanden Ausbildungswerkstätten im Bereich Photovoltaik und Schneiderei. Obstbäume wurden anstelle von Opium gepflanzt und Bergdörfer mit Photovoltaik-Anlagen und Solarkochern ausgestattet, medizinische Fachbücher erstellt. Nebenbei leistete man im Nachbarland Pakistan Flut- und Erdbebenhilfe, denn die Familie ist davon überzeugt, dass Hilfe für Afghanistan nur unter Einbezug der Nachbarn gelingen kann.

Das persönliche Engagement der Familie ist imponierend und inspirierend. Mit ihren fundierten Kenntnissen von Region, Kultur und den Bedürfnissen und Notlagen der Menschen sorgen das Ehepaar Erös und ihre Kinder dafür, dass die Kinder in Afghanistan eine echte Chance auf eine Zukunft in ihrer Heimat haben.

Wer unsere Ansicht teilt, dass diese Organisation unbedingt unterstützt werden sollte, findet mehr Informationen auf der Webseite.