Influencer Marketing für Apps: Persönliche Werbung steigert Downloads und Engagement

Influencer Marketing für Apps: Persönliche Werbung steigert Downloads und Engagement
8. Mai 2018 Mustafa Mussa

Seit einiger Zeit ist Influencer Marketing, also die gezielte Zusammenarbeit von Unternehmen mit reichweitenstarken Meinungsmachern, einer der wichtigsten Trends im digitalen Werbegeschäft. Auch wenn das Influencer Marketing anfangs vor allem im Beauty- und Lifestyle-Bereich eingesetzt wurde, ist es auch für Apps eine vielversprechende Werbeform. Die persönliche Ansprache und die authentische Markenstory schaffen eine besondere Bindung zum Nutzer. Diese treibt nicht nur die Download-Zahlen nach oben, sondern schafft eine langfristige Beziehung, die sich auch in mehr Engagement und einer höheren Retention widerspiegelt. Wir von bam! zeigen, warum sich Influencer Marketing für Apps lohnt, wie Sie die passenden Partner finden und welche Kosten dabei entstehen.

Nutzer werden Teil der Markenstory

Seit Anfang 2017 ist das „Hamburger Abendblatt“ als E-Paper- und News-App verfügbar. Die Downloadzahlen waren lange Zeit jedoch gering. Kurz vor der Bundestagswahl 2017 engagierte das Abendblatt dann sechs Influencer, die auf Instagram Fotos posteten, die das E-Paper auf ihrem Tablet zeigten. Die Tageszeitung erreichte mit den Posts 2,5 Millionen Kontakte mit mobil-affinen Nutzern und eine Interaktionsrate von 2,6 Prozent. Die Downloadzahlen im iOS Store gingen in der Folge um 57 Prozent nach oben.

So wie das Abendblatt setzen immer mehr Marken und Publisher auf Werbung mit bekannten Persönlichkeiten und Multiplikatoren. Diese Influencer werben auf Instagram, YouTube, Snapchat, Twitter oder im eigenen Blog für bestimmte Produkte. Ihr Verkaufsargument ist dabei die Authentizität und Glaubwürdigkeit. Häufig haben sich die Influencer über Jahre eine treue Fangemeinde aus jungen und engagierten Menschen aufgebaut, die sich dem Einflussnehmer auch persönlich verbunden fühlen und ihnen auf den verschiedenen Plattformen folgen.

Das Vertrauen der Nutzer in das Urteil der Influencer ist groß. Schlechte Empfehlungen würden schließlich die eigene Reputation und damit das Geschäftsmodell des Influencers schädigen. Gleichzeitig können die User direkt mit einer Person kommunizieren und interagieren damit auf einer persönlichen Ebene indirekt auch mit der beworbenen Marke.
Die Botschaft des Auftraggebers wird dabei weniger als Marketing, sondern eher als persönliche Empfehlung angesehen. 26 Prozent der User verstehen die Produktpräsentation auf Instagram laut Bitkom nicht als Werbung. Die persönliche Beziehung führt gleichzeitig zu einer hohen Interaktion und Conversion. Jeder zehnte Social-Media-Nutzer hat laut Bitkom schon ein Produkt auf Empfehlung eines Influencers gekauft. Der Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) kommt in einer Studie sogar auf jeden sechsten Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren.

 Mobile Werbung für Apps

Influencer Marketing ist vor allem mobil und erreicht die User direkt auf den Plattformen, auf denen sie sich sowieso aufhalten – und von dort ist der App Store bzw. Play Store nur noch einen Klick entfernt. Somit eignet sich Influencer Marketing innerhalb einer mobilen App wie z.B. Instagram oft besser für die User Akquisition einer anderen App als Werbung auf dem Desktop-PC. Somit ist diese mobile Direktheit einer der wesentlichen Vorteile von Influencer Marketing für Apps.

Wir von bam! bewarben im vergangenen Jahr beispielsweise gemeinsam mit unserem Partner Madvertise die „Kinofinder“-App. Die Kampagne mit der Youtuberin Bonnytrash überzeugte uns mit einer hohen Reichweite und hohen Downloadzahlen. Über einen YouTube-Lifestyle-Kanal mit etwa einer Million Abonnenten erreichten wir vor allem ein junges Publikum. Eine ähnliche Bekanntheit bei diesem Publikum wäre mit anderen Werbeformen schwerer zu erreichen gewesen.

Auch und gerade im Gaming hat das Influencer Marketing großes Potenzial. Über YouTube-Videos mit Tutorials oder Instagram-Posts vom Spielen werden Nutzer direkt zum Download animiert. Gamee startete beispielsweise vor zwei Jahren eine Zusammenarbeit mit dem asiatischen Blogger Ridhwan Azman. Nach einigen gemeinsamen YouTube-Videos und Instagram-Posts führte die Kooperation zu einem eigenen Spiel des Influencers namens „Ridhwan’s Unicorn“.

Der passende Influencer für jedes Feld

Erfolg und Kosten einer Kampagne hängen stark von der Auswahl der passenden Influencer und der genutzten Plattform ab. Während Reichweite auf Instagram oder Snapchat häufig schon für einige hundert Euro zu haben ist, werden für die Produktion eines YouTube-Hits schnell mal viele Tausend Euro fällig. Passen Marke und Persönlichkeit nicht zusammen, verläuft die Kampagne möglicherweise im Sand.

Einzelne Fotos auf Instagram oder Snapchat sind zwar vergleichsweise günstig, dafür aber auch limitierter in ihren Möglichkeiten. Ein YouTube-Video zieht deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich und ermöglicht beispielsweise die Diskussion von Vor- und Nachteilen einer App. Allerdings entstehen bereits bei der Produktion deutlich höhere Kosten. Für Publisher ist YouTube dennoch häufig die attraktivste Plattform und auch wir von bam! sind von den Möglichkeiten der Videos überzeugt.

Nach der Wahl der passenden Plattform müssen Werbetreibende sich auf den oder die passenden Influencer festlegen. Die Entscheidung ist im großen Feld der echten und scheinbaren Stars nicht einfach. Der Influencer sollte thematisch und persönlich zur gewünschten Botschaft passen und bereits Beiträge zu ähnlichen Themen veröffentlicht haben. Ein hohes Engagement und positives Feedback zu bisherigen Kampagnen sind häufig aussagekräftiger als die reine Zahl der Follower. Plattformen wie BuzzSumo, Klear oder Klout helfen bei der Auswahl des Influencers und verfügen über große Datenbanken.
In unserer exemplarischen Kampagne mit Bonnytrash setzten wir auf einen YouTube-Star mit mehr als einer Million Abonnenten und damit auf eine Makro-Influencerin. Das Video erreichte damit ein großes Publikum, die Reichweite war allerdings größtenteils auf Bonnytrash-Fans beschränkt. Vor allem auf Instagram lohnt es sich häufig, auf mehrere Influencer mit einigen Zehntausend Followern zu setzen und so gezielt verschiedene Zielgruppen anzusprechen.

Influencer können sich lohnen

Wir von bam! sind vom Nutzen der Influencer-Werbung im mobilen Marketing überzeugt. Mit der passenden Strategie kann die eigene Kampagne dank der mobilen Direktheit schnell in Klicks und Downloads umgewandelt werden. Das macht Influencer-Marketing gerade im mobilen Bereich zu einer Maßnahme, die sich auszahlt.