Schwere Kost, leicht verpackt – Warum Unternehmen auf E-Books setzen sollten

Schwere Kost, leicht verpackt – Warum Unternehmen auf E-Books setzen sollten
16. Oktober 2014 Timo
E-Books

MZDW 34 / 2014

Das Verlagsgeschäft boomt – die 275 Tausend Besucher auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse können es bestätigen. Doch der Markt hat sich in den letzten Jahren verändert. Seitdem Amazon 2007 die erste Version des E-Book Readers Kindle veröffentlicht und in den Jahren danach stets beeindruckend weiterentwickelt hat, sieht man mittlerweile auch als Außenstehender, dass immer mehr Menschen das E-Book dem klassischen gedruckten Buch vorziehen. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: E-Book Reader speichern tausende Bücher auf einmal, die Schriftgrößer kann individuell angepasst und Fremdwörter einfach nachgeschlagen werden und aus ökologischer Sicht wird für ein E-Book kein einziger Baum. Bücher weiter zu verschenken oder zu verleihen oder einfach ein dekoratives Bücherregal zu gestalten, das geht mit E-Book allerding (noch) nicht – letztes wird es wohl auch nie geben.

PRINT VS E-BOOK – DAS SETZT SICH DURCH

Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopsers (PwC), die im Economist veröffentlicht wurde, sind E-Books besonders in den USA und in Großbritannien vertreten. So liegt in den USA der kalkulierte Umsatz von gedruckten Büchern bei 9,99 Mrd. US Dollar und bei 5,69 Mrd. US Dollar für E-Books. Laut Prognose wird 2018 erstmalig mehr Geld mit E-Books als mit gedruckten Büchern erwirtschaftet (Print: 7,94 Mrd. und E-Books: 8,69 Mrd.). (1) In Deutschland sind die Prognosen dagegen nicht ganz so euphorisch. Zwar verdoppelt sich der Umsatz mit E-Books von 0,35 in 2014 auf 0,78 Mrd. US Dollar in 2018, der Print-Markt bleib aber unverändert stark bei guten 6 Mrd. Dollar Umsatz. Die wohl wichtigste Erkenntnis aus dieser Studie ist wohl die, dass sich das E-Book mehr und mehr etabliert und sich in einigen Ländern wohl mehr als nur gegenüber gedruckten Büchern behaupten kann. Letztere wiederum bleiben weiterhin stark im Markt vertreten und lassen sich nicht verdrängen.

E-BOOKS KÖNNEN NICHT NUR TEXT

Doch wer bei E-Books nur an ein reines Buch in digitalem Format denkt, der unterschätzt das wahre Potential. Das wichtigste für Unternehmer ist, dass die Nutzer mehr und mehr mit der neuen Art des Lesens vertraut werden und dieses akzeptieren. Das gleichzeitige Wachstum von E-Book und Tablet Markt ermöglicht innovative und interaktive Nutzerszenarien… An dieser Stelle kommen sogenannte Enhanced E-Books ins Spiel. „Enhanced“, weil zusätzlich zu dem reinen Text auch weiterer Content integriert werden kann. Ob zusätzliche Videos, animierte Grafiken, kleine Mini-Games, weitere Audio-Inhalte, 3D oder Augmented Reality – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Anstatt zahlreiche Auflagen von aufwändigen Magazinen zu drucken, lohnt es sich oftmals mehr, eine native Tablet App zu bauen, die viel mehr kann als nur Text. Eine App ermöglicht es den gesamten Produkt-Content, den Unternehmen auf unterschiedlichen Kanälen einzeln publizieren, gemeinsam in einer App zu veröffentlichen und dem Nutzer oder vielleicht auch nur dem Vertriebler beeindruckende Produkt-Präsentationen an die Hand zu geben. Enhanced E-Book können mit Hilfe des richtigen Contents auch sehr schwere Kost zu einem echten Erlebnis machen. (2)

MASSENPRODUKTE KÖNNEN ANFORDERUNGEN OFT NICHT GERECHT WERDEN

Die einzige Regel die beachtet werden muss – Content ist King. Und genau an diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Viele Standard E-Book Publishing Tools ermöglichen oftmals nicht viel mehr als hübsch und digital durch ein Magazin zu blättern – egal ob Web oder App. Um aber den gesamten Content in eine App zu integrieren, so muss diese native für die einzelnen Betriebssysteme  – iOS und Android – programmiert werden. Wir von bam! helfen Ihnen als strategischer Partner mit umfassender Expertise in Sachen Mobile AppWeb und Advertising auf diesem Gebiet gerne weiter. Kontaktieren Sie uns einfach.

Zahlen @ a glance:

Umsatz mit gedruckten Büchern 2014 & 2018 in Mrd. US Dollar

    • – Deutschland: 6,12 & 0,35
    • – USA: 9,99 & 5,69
    • – Großbritannien: 2,09 & 0,76

Umsatz mit E-Books 2014 & 2018 in Mrd. US Dollar

  • – Deutschland: 6,05 & 0,78
  • – USA: 7,94 & 8,69
  • – Großbritannien: 1,41 & 1,54

Quellen:

  • (1): http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2014/10/daily-chart-4?fsrc=scn/fb/wl/dc/turningpixelated
  • (2): http://mobilbranche.de/2013/01/interview-thorsten-schreiber-uber-seinen-e-book-dienstleister-zeilenwert