WhatsApp – heimlich, still und leise zur wichtigsten Mobile App

WhatsApp – heimlich, still und leise zur wichtigsten Mobile App
10. Oktober 2013 bam!interactive

WhatsApp, Facebook oder Twitter? Vor dieser Frage steht jeder, der informative oder unterhaltsame Inhalte via Smartphone mit anderen Teilen möchte. Gegenüber den altbewährten sozialen Netzwerken von Facebook und Twitter, hat sich der relativ simple Instant Messaging-Dienst WhatsApp zu einer wirklichen Alternative für die teilende Bevölkerung entwickelt. Besonders bei jüngeren Zielgruppen steht der Smartphone-Screen nicht mehr still – im Sekundentakt strömen neue Push-Nachrichten der WhatsApp-Anwendung über den Bildschirm. Kaum ist eine Antwort geschrieben, flackert die nächste Meldung einer anderen Unterhaltung auf.

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Der Instant Messaging-Dienst aus dem kalifornischen Santa Clara hat damit einen rasanten Aufstieg hinter sich. 2009 gegründet und bereits heute mit unter häufiger verwendet als der Platzhirsch Facebook. Eine Umfrage unter 2.500 Studenten ergab zuletzt, das WhatsApp mehr als 60 Minuten verwendet wird; und das täglich. Bei einer täglichen Gesamtnutzungszeit von im Schnitt 210 Minuten entfallen damit um die 30 Prozent auf WhatsApp. Facebook folgt hier mit 44 Minuten nur auf dem zweiten Platz. Das Surfen im Mobile Web oder Mobile Gaming reihen sich ebenso hinter den beiden sozialen Diensten ein. (1) Damit entwickelt sich WhatsApp zunehmend zur Bedrohung von Facebook. Nicht ohne Grund wird in den Medien die nachlassende Anziehungskraft Facebooks diskutiert. Zuletzt erst bestätigte eine Schweizer Studie die Bedeutung der WhatsApp-Anwendung, vor der Facebook-App. (2) Auch in Deutschland landete WhatsApp im Juli 2013 erstmals vor Facebook auf Platz 1 der beliebtesten Mobile Apps bei Android-Betriebssystemen. (3) Unter iOS liefern sich beide Mobile Apps ein Kopf an Kopf Rennen um Rang 1 – mit riesigem Vorsprung vor weiteren Apps wie eBay Mobile, YouTube oder Skype. „Je mehr Nutzer WhatsApp gewinnen kann und je mehr Zeit diese mit der Anwendung verbringen, desto stärker geht der Dienst auf Kollisionskurs mit Facebook“, so Netzredakteur Martin Weigert. Besonders im Bereich Mobile gibt es trotz völlig verschiedener Positionierungen der beiden sozialen Dienste überlappende Angebote. Gerade die bisher ausgebliebene Kommerzialisierung von WhatsApp und die bislang fehlende Flut an Fanpages, Selfies und Markenbotschaften könnten den Reiz ausmachen. (5)

Aber nicht nur das junge Publikum ist in den Bann von WhatsApp geraten. Selbst technikferne Generationen der pensionierten Bevölkerung sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen. Das Funktionsprinzip von WhatsApp ist denkbar einfach: Die Instant Messaging Dienst funktioniert komplett über das Mobile Web und kann die altbewährte SMS vollumfänglich ersetzen. Hinzu kommt aber: Auch Bilder, Videos, Audio-Botschaften oder Standorte können mit wenigen Klick geteilt werden. Gruppenchats, Profilbilder, der Zugriff auf die eigenen Kontakte – WhatsApp fügt sich reibungslos in die Nutzungsgebiete von SMS, Facebook und Twitter. (6)

Die Vorteile des Instant Messaging-Dienstes liegen also auf der Hand. Damit ist zu erwarten, dass die Bedeutung von WhatsApp weiter steigen wird. Zwar gibt es immer wieder Meldungen über Sicherheitsprobleme und den Zugriff auf Kontakte und Nachrichtenverläufe (die letzte am 08.10.2013!), diese verhallen jedoch meist in der täglichen Informationsflut. Auswirkungen auf die Nutzungsintensität hatte bislang jedenfalls keine dieser Meldungen. Und auch die für Download und Nutzung von WhatsApp fällige Gebühr, stellt keine Hemmschwelle dar. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kommerzialisierung des Nachrichtendienstes noch eine lange Zeit ausbleibt. Erste Übernahmegerüchte gab es bereits im Frühjahr – Gerüchte wohlgemerkt. Dennoch standen damals bereits Summen um 1 Milliarde Dollar im Raum. (7) Es bleibt abzuwarten, ob bei steigender Bedeutung von WhatsApp nicht auch die Gerüchte konkreter werden.

Quellen:

(1): WhatsApp dominiert den Anteil der gesamten täglichen Smartphone-Nutzung

(2): WhatsApp ist das neue Facebook

(3): Top 20 Android Apps im Juli 2013

(4): Top 20 iPhone Apps im Juni 2013

(5): Martin Weigert zur „Bedrohung“ WhatsApp

(6): WhatsApp bei allen Zielgruppen auf dem Vormarsch

(7): Gerücht: Google will WhatsApp übernehmen01

WhatsApp, Facebook oder Twitter? Vor dieser Frage steht jeder, der informative oder unterhaltsame Inhalte via Smartphone mit anderen Teilen möchte. Gegenüber den altbewährten sozialen Netzwerken von Facebook und Twitter, hat sich der relativ simple Instant Messaging-Dienst WhatsApp zu einer wirklichen Alternative für die teilende Bevölkerung entwickelt. Besonders bei jüngeren Zielgruppen steht der Smartphone-Screen nicht mehr still – im Sekundentakt strömen neue Push-Nachrichten der WhatsApp-Anwendung über den Bildschirm. Kaum ist eine Antwort geschrieben, flackert die nächste Meldung einer anderen Unterhaltung auf.

Der Instant Messaging-Dienst aus dem kalifornischen Santa Clara hat damit einen rasanten Aufstieg hinter sich. 2009 gegründet und bereits heute mit unter häufiger verwendet als der Platzhirsch Facebook. Eine Umfrage unter 2.500 Studenten ergab zuletzt, das WhatsApp mehr als 60 Minuten verwendet wird; und das täglich. Bei einer täglichen Gesamtnutzungszeit von im Schnitt 210 Minuten entfallen damit um die 30 Prozent auf WhatsApp. Facebook folgt hier mit 44 Minuten nur auf dem zweiten Platz. Das Surfen im Mobile Web oder Mobile Gaming reihen sich ebenso hinter den beiden sozialen Diensten ein. (1) Damit entwickelt sich WhatsApp zunehmend zur Bedrohung von Facebook. Nicht ohne Grund wird in den Medien die nachlassende Anziehungskraft Facebooks diskutiert. Zuletzt erst bestätigte eine Schweizer Studie die Bedeutung der WhatsApp-Anwendung, vor der Facebook-App. (2) Auch in Deutschland landete WhatsApp im Juli 2013 erstmals vor Facebook auf Platz 1 der beliebtesten Mobile Apps bei Android-Betriebssystemen. (3) Unter iOS liefern sich beide Mobile Apps ein Kopf an Kopf Rennen um Rang 1 – mit riesigem Vorsprung vor weiteren Apps wie eBay Mobile, YouTube oder Skype. „Je mehr Nutzer WhatsApp gewinnen kann und je mehr Zeit diese mit der Anwendung verbringen, desto stärker geht der Dienst auf Kollisionskurs mit Facebook“, so Netzredakteur Martin Weigert. Besonders im Bereich Mobile gibt es trotz völlig verschiedener Positionierungen der beiden sozialen Dienste überlappende Angebote. Gerade die bisher ausgebliebene Kommerzialisierung von WhatsApp und die bislang fehlende Flut an Fanpages, Selfies und Markenbotschaften könnten den Reiz ausmachen. (5)

Aber nicht nur das junge Publikum ist in den Bann von WhatsApp geraten. Selbst technikferne Generationen der pensionierten Bevölkerung sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen. Das Funktionsprinzip von WhatsApp ist denkbar einfach: Die Instant Messaging Dienst funktioniert komplett über das Mobile Web und kann die altbewährte SMS vollumfänglich ersetzen. Hinzu kommt aber: Auch Bilder, Videos, Audio-Botschaften oder Standorte können mit wenigen Klick geteilt werden. Gruppenchats, Profilbilder, der Zugriff auf die eigenen Kontakte – WhatsApp fügt sich reibungslos in die Nutzungsgebiete von SMS, Facebook und Twitter. (6)

Die Vorteile des Instant Messaging-Dienstes liegen also auf der Hand. Damit ist zu erwarten, dass die Bedeutung von WhatsApp weiter steigen wird. Zwar gibt es immer wieder Meldungen über Sicherheitsprobleme und den Zugriff auf Kontakte und Nachrichtenverläufe (die letzte am 08.10.2013!), diese verhallen jedoch meist in der täglichen Informationsflut. Auswirkungen auf die Nutzungsintensität hatte bislang jedenfalls keine dieser Meldungen. Und auch die für Download und Nutzung von WhatsApp fällige Gebühr, stellt keine Hemmschwelle dar. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kommerzialisierung des Nachrichtendienstes noch eine lange Zeit ausbleibt. Erste Übernahmegerüchte gab es bereits im Frühjahr – Gerüchte wohlgemerkt. Dennoch standen damals bereits Summen um 1 Milliarde Dollar im Raum. (7) Es bleibt abzuwarten, ob bei steigender Bedeutung von WhatsApp nicht auch die Gerüchte konkreter werden.

Quellen:

(1): WhatsApp dominiert den Anteil der gesamten täglichen Smartphone-Nutzung

(2): WhatsApp ist das neue Facebook

(3): Top 20 Android Apps im Juli 2013

(4): Top 20 iPhone Apps im Juni 2013

(5): Martin Weigert zur „Bedrohung“ WhatsApp

(6): WhatsApp bei allen Zielgruppen auf dem Vormarsch

(7): Gerücht: Google will WhatsApp übernehmen