Warum Virtual Reality für jedermann ist

Warum Virtual Reality für jedermann ist
18. Mai 2016 Mustafa Mussa

Spätestens seit der CES zu Beginn des Jahres, als Samsung ihre Gear VR der Welt präsentierte, ist Virtual Reality auch Thema für die Mobile-Branche. Wir von bam! sind eingetaucht in die Vielfalt der virtuellen Realität und zeigen anhand einiger Cases, was unlängst möglich ist – ob Forschung und Entwicklung oder Unternehmen aus der freien Marktwirtschaft: Es gibt nahezu keine Grenzen. So viel sei verraten: Auch wir werden das dieses Jahr wieder unter Beweis stellen!

Virtual Reality ist endlich in Mobile angekommen

Im Kopf-an-Kopf-Rennen von Oculus, HTC und Sony um die erste marktreife VR-Brille, ist Samsung mit seiner weitaus kostengünstigere Alternative Gear VR vor kurzem in den Ring gestiegen. Während Oculus und Co. auf Komplettsysteme mit integriertem Bildschirm setzen und auch die Gear VR ein Samsung Gerät voraussetzt, tummeln sich inzwischen eine Reihe von Alternativen auf dem Markt, die das VR-Geschehen für alle Mobile Devices salonfähig gestalten.

Was häufig den Eindruck einer großen Skibrille macht, entpuppt sich beim Aufsetzen tatsächlich als realitätsnahes Erlebnis. Und das muss nicht teuer sein: Mit Google Cardboard können interessierte Anwender für wenige Euro eine VR-Brille aus Pappe basteln bestellen. Besonders spannend für Unternehmen: Die Cardboards lassen sich beliebig branden und so ideal im Marketing-Mix einbinden, etwa auf Fachmessen.

Wie das VR-Erlebnis konkret aussehen kann, zeigen die nachfolgenden User Cases.

McDonald’s: Cardboard trifft Happy Meal

Der Fastfood-Riese hat sich das genannte Cardboard von Google im Rahmen einer Kampagne für McDonald’s Schweden ins Leben gerufen. Um die Sportferien für März 2016 einzuläuten, haben die Skandinavier vom 05.03.2016 bis 12.03.2016 rund 3.500 sogenannte Happy Goggles unter die jungen Kunden gebracht. Es handelt sich dabei um eine Sonderedition des Happy Meal, aus dessen Box sich ein Cardboard basteln lässt. Was die schwedischen Kids darüber zu sehen bekommen, zeigt folgendes Video.

Budweiser: Bierhalter und VR-Brille werden Eins

Einen ähnlichen Ansatz, jedoch mit gänzlich anderer Zielgruppe, zeigte Budweiser vor wenigen Tagen. Für das NBA Spiel zwischen den Cleveland Cavaliers und den Atlanta Hawks, stellte die US-Brauerei rund 750 Basketballfans Cardboards zur Verfügung. Was sehr praktisch als Halter für ein eisgekühltes Blondes fungieren kann, dient in erster Linie dazu, exklusives 360-Grad-Videomaterial aus der Arena der Cleveland Cavaliers abzuspielen. Ein Erlebnis, als wäre man mitten auf dem Spielfeld. Und es soll nicht die letzte Aktion gewesen sein. Die Cavaliers wollen für die kommende Spiele weitere Cardboards unter das Publikum bringen.

TED Talk: Warum VR die Wissenschaft revolutioniert

Ebenfalls die Runde durch das Netz macht derzeit der TED Talk des Entrepreneurs Michael Bodekaer, dem die Leidenschaft für VR in seiner Rede wahrlich anzusehen ist. Was spielerisch leicht demonstriert wird, kann tatsächlich schon bald von großer Bedeutung sein. Bodekaer wirbt für virtuelle Realität in der Wissenschaft und demonstriert anhand eines virtuellen Labors, wie der Uni-Alltag der Studenten von morgen revolutioniert werden kann.

Erfolgreiches Experiment bei Paranoia-Patienten

Der enthusiastische Däne ist aber bei weitem nicht der Einzige, der Virtual Reality in für wissenschaftliche Zwecke etablieren will. So haben kürzlich Forscher der Oxford University im Rahmen einer Studie VR-Geräte für Paranoia-Therapien eingesetzt. Hierfür fanden sich Patienten in einem Aufzug wieder, den die Forscher stetig mit mehr Menschen füllen lies – virtuell, versteht sich. Die Patienten mussten sich in der Konsequenz mit ihren Ängsten auseinandersetzen, wissend, dass sie sich in Sicherheit befinden. Das Experiment zeigte Erfolg: Rund 20% der teilnehmenden Patienten weisen nachweislich keine Anzeichen von schwerer Paranoia mehr auf. Grund genug für die Universität, das Experiment schon bald für andere Phobien einzusetzen.

BrainGainz: Wie sich eine Gehirnerschütterung anfühlt

Es gibt aber auch Anwendungen, die ein „was wäre wenn?“ durchspielen. Die BrainGainz App der University of Arizona, in Kooperation mit dem Footballteam Arizona Wildcats, simuliert eine Gehirnerschütterung. Dabei sieht sich der Nutzer auf ein Footballfeld versetzt und nimmt zunächst ganz regulär am Spiel teil. Nach und nach treten typische Symptome auf und der User wird immer wieder von seinen Mitspielern gefragt, ob er weiterspielen könne. Lehnt er wiederholt ab, ist irgendwann die Sicht so stark getrübt, dass ein Weiterspielen unter keinen Umständen möglich wäre. Auf diese Weise sollen insbesondere Football-Fans frühzeitig Symptome erkennen und hautnah erleben, welches Ausmaß eine Gehirnerschütterung haben kann, wenn sie nicht rechtzeitig reagieren.

Simulierte Gehirnerschütterung dank Virtual Reality
Quelle: research.arizona.edu

Präsentationen vor virtuellem Publikum üben

Ebenfalls interessant gestalten sich Anwendungen für jene, die gegen Präsentationsangst ankämpfen möchten. „Public Speaking“ oder „Virtual Speech“ versetzen Nutzer auf die Bühne bzw. in den Konferenzraum, in der sie vor weniger gefüllten Reihen bis hin zu großem Publikum alle Situationen simulieren können. Eine realistische Soundkulisse aus dem Publikum kann auf Wunsch negative oder positive Atmosphäre mit entsprechenden Zwischenrufen bzw. Gesten erzeugen, um eine reale Situation möglichst echt zu proben.

Sie sehen, die Einsatzgebiete könnten unterschiedlicher nicht sein.

bam! ist Ihr Experte für Virtual Reality

Wir bei bam! haben das Thema Virtual Reality schon seit längerer Zeit auf dem Schirm. Als langjährige App Entwickler und Mobile Marketing Agentur arbeiten an spannenden Lösungen, die das Erlebnis für Marken und Kampagnen unserer Kunden auf ein neues Level hieven. Aufmerksamkeit und anfängliche Begeisterung allein reichen hier allerdings nicht. Für Virtual Reality im Mobile Marketing Mix bedarf es einer langfristigen Strategie, um einen wiederkehrenden Einsatz an verschiedenen Touch Points mit entsprechender Reichweite zu ermöglichen. Kontaktieren Sie uns, wenn auch Sie Ihr Unternehmen in der virtuellen Welt platzieren möchten. Ganz egal ob für Android oder iOS.

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