Apple Search Ads: So werben Sie in Apples App Store

Apple Search Ads: So werben Sie in Apples App Store
15. Dezember 2017 Mustafa Mussa
Apple Search Ads

Apple Search Ads: So werben Sie in Apples App Store

Seit vergangenem Jahr sorgen die Search Ads im App Store von Apple für Furore. App Publisher erhalten damit die Möglichkeit, direkt im App Store zu werben. Also genau da, wo später auch der Download stattfinden soll. Entwickler zeigen sich meist begeistert und berichten von deutlich gestiegenen Conversion Rates zu niedrigen Kosten. Im Herbst 2018 sollen die Search Ads dann endlich auch in Deutschland verfügbar sein. Schon heute können deutsche Entwickler damit in einigen anderen Ländern werben. Wir von bam! erklären, was hinter den Search Ads steckt und wie Sie die Methode nutzen können.

So funktionieren Search Ads

In Googles Play Store gibt es schon seit einiger Zeit bezahlte Anzeigen für Apps. Apple startete erst im vergangenen Herbst mit ähnlichen Anzeigen, bei denen Apps gegen Bezahlung noch vor den organischen Suchergebnissen angezeigt werden.

Seit dem Start in den USA rollen die kleinen Werbeanzeigen den App-Marketing-Markt von hinten auf und werden zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Werbung mit Google und Facebook. Im Performance-Index des Marketing-Analytics-Anbieters AppsFlyer ging es für die Search Ads direkt auf die vorderen Plätze. In der Kategorie Non-Gaming liegen die Search Ads bereits auf Platz 3, im Bereich Gaming belegt Apple Rang 4. Im iOS ROI Index, der das Kosten-Umsatz-Verhältnis von Werbenetzwerken bewertet, liegt Apple sogar direkt ganz vorne.

Das Angebot startete 2016 zunächst nur in ausgewählten Ländern. Erst im Oktober 2017 begann im Schweizer App Store der erste Versuch in Kontinentaleuropa. Weitere Länder sollen folgen und ab Herbst 2018 gibt es auch im deutschen App Store Suchanzeigen. Allerdings können deutsche Entwickler schon heute in den bereits verfügbaren Ländern werben. Neben der Schweiz und den USA gibt es die Search Ads für die App Stores in Großbritannien, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland.

 

Quelle: asmbee.com

Die Werbung im App Store ist vor allem deshalb so erfolgreich, weil sie genau dort zu finden ist, wo der Nutzer die App auch herunterlädt. „Der Weg von der Anzeige zum Download ist bei den Suchanzeigen besonders kurz, da bei der Suche bereits ein konkretes Interesse an neuen Apps vorliegt und sich der Nutzer bereits im App Store befindet“, erklärte Ben Jeger, Managing Director DACH von AppsFlyer, gegenüber horizont.net.

Durch die direkte Verbindung von Suche und Download liegt die Conversion, also die Zahl der Installationen, bei den Search Ads deutlich höher als bei anderen Werbeformaten. David Sonn von Arc Intermedia berichtet von Conversion Rates um die 17 Prozent und Costs-per-Conversion zwischen 0,15 und 0,88 US-Dollar. Die Cost-per-Tap (CPT) liegen nochmal deutlich darunter. Auch bam!-Geschäftsführer Mustafa Mussa ist begeistert von den Search Ads: „Endlich noch eine Variante neben ASO, Display Ads, Incentivierung, PR und sonstigen Werkzeugen im Marketing-Mix das Budget mit einem messbaren Erfolg einzusetzen“.

Entwickler sollten auch aus einem anderen Grund in Search Ads investieren. Offenbar sind die bezahlten Anzeigen mittlerweile auch ein Kriterium für das organische Ranking im App Store. Developer kommen an der Werbeform also kaum noch vorbei.

Immerhin zwei Drittel aller App Downloads sind laut Adjust und App Annie immer noch die Folge von organischen Suchanfragen. Da schadet es nicht, bei der Reihenfolge im App Store ein wenig nachzuhelfen.

[Twitter-Post]

So nutzen Sie Search Ads

Die Search Ads gibt es seit Kurzem in zwei Versionen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Die Search Ads Advanced bieten den Entwicklern auch weiterhin die volle Kontrolle über Suchbegriffe und Targeting. Search Ads Basic richtet sich dagegen an Einsteiger, die mit dem Tool ohne große Vorkenntnisse werben können. Das Basismodell ist bisher allerdings nur für die USA verfügbar.

Das System der Search Ads Advanced basiert auf Broad-Match- und Exact-Match-Anzeigen. Sie legen also Stichworte fest, die Ihre App beschreiben und erreichen entweder Nutzer, die nach genau diesem Stichwort suchen (Exact Match) oder die eine ähnliche Suchanfrage starten (Broad Match). Auch negative Suchwörter wie „Free“ können berücksichtigt und von der Suche ausgeschlossen werden. Broad Match eignet sich vor allem, wenn Sie sich nicht sicher sind, mit welchen Stichwörtern Sie User erreichen können.

Hinzu kommen weitere Targeting-Möglichkeiten. Beispielsweise kann nach Alter, Geschlecht und Location gefiltert werden und festgelegt werden, an welchen Wochentagen und Uhrzeiten eine Anzeige erscheinen soll.

[Quelle: thetool.io]

Ob eine App an der Auktion für einen Suchbegriff teilnehmen kann, hängt ganz von der Relevanz für ein spezielles Thema ab. Apple berechnet dieses Kriterium auf Grundlage der Costs-per-Tap. Die Versteigerung funktioniert anschließend nach dem Second-Price-Prinzip. Entwickler können für Ihre Kampagne auf ein bestimmtes Budget und ein tägliches Limit festlegen.

Bei den neuen Search Ads Basic reicht es hingegen, die App und das geplantes Budget einzugeben und Apple schaltet die Werbung automatisch. Sollten Sie die Search Ads erst einmal risikofrei ausprobieren wollen, hilft Ihnen die Basisversion weiter. Im Vergleich zur Originalversion gehen dabei allerdings wichtige Steuerungsmöglichkeiten verloren.

Apple Search Ads, Google Adwords und Facebook Ads

Google und Facebook liegen im App Marketing weiterhin deutlich vor Apple, wie auch der AppsFlyer Performance-Index zeigt. Die Search Ads sind für Apple aber ein großer Schritt in Richtung Konkurrenz. Das Unternehmen konnte seine Einnahmen mit dem App Store dadurch deutlich erhöhen.

Im Gegensatz zu Apples Suchanzeigen vermarket Facebook Apps in klassischer Display-Werbung. Beim Browsen durch verschiedene Seiten erhält der Nutzer Anzeigen, die zu seinen Interessen passen.

Google bietet dagegen mit AdWords schon länger ein Search-Angebot ähnlich der neuen Apple-Werbung. Der Suchmaschinenriese kombiniert darin die Vorteile des Display- und Search-Marketings und ist im Gegensatz zu Search Ads nicht auf Suchanfragen beschränkt.

„Ob und wie sich die Search Ads durchsetzen werden, wird sich zeigen. Noch hinkt der Vergleich mit Google AdWords“, schlussfolgert daher bam!-Geschäftsführer Mustafa Mussa.

Probieren Sie es aus!

In Deutschland werden die Search Ads ab Herbst 2018 verfügbar sein. Entwickler müssen sich also noch ein wenig gedulden. In Ländern wie den USA, Großbritannien und der Schweiz können Sie aber schon jetzt mit den Suchanzeigen werben. Gerne helfen wir Ihnen beim Start und optimieren Ihren Auftritt im App Store. Kontaktieren Sie uns!