Strategien zur App Nutzerbindung: So steigern Sie Retention und Engagement

Strategien zur App Nutzerbindung: So steigern Sie Retention und Engagement
20. November 2017 Mustafa Mussa

Strategien zur App Nutzerbindung: So steigern Sie Retention und Engagement

Ihr Unternehmen hat bereits eine App? Sehr gut – und hoffentlich stammt die App von uns von bam! Dennoch: Bei mehreren Millionen Apps reicht es heute längst nicht mehr, einfach eine App zu bauen und zu veröffentlichen. Vielmehr müssen sie die App auch bewerben. Und selbst wenn Sie das Interesse der Nutzer für Ihre App wecken können und diese die App anschließend auch herunterladen: Der pure Download reicht heute für den Erfolg einer App längst nicht mehr aus. Im Gegenteil: Ohne eine passende Retention-Strategie verliert eine App in den ersten drei Tagen bereits 77 Prozent der User – und Sie haben somit vermutlich auch einiges Geld für die App-Bewerbung verbrannt. Sobald der Nutzer die App nicht mehr nutzt, können Sie mit ihm auch kein Geld mehr verdienen. Deshalb haben wir haben Tipps zur Nutzerbindung zusammengetragen. Mit einigen einfachen Kniffen können Sie Engagement und Retention steigern. Neben passendem Onboarding und sinnvollen Push-Notifications zählen dafür ein gutes Datenmanagement und klare KPIs.

Conversion ist nicht alles

Viele App-Installationen sind wichtig, vor allem, und zwar nicht nur dann, wenn die Nutzer bereits für den Download zahlen, sondern auch bei anfangs kostenfreien Apps. Angesichts von einem durchschnittlichen Cost per Install (CPI) von derzeit 3,18 Dollar in Deutschland sollten Sie sich aber gut überlegen, ob Sie Ihr gesamtes Budget ins Marketing der App stecken wollen – oder vielmehr auch einen großen Anteil in die Retention-Strategie investieren.

Viel sinnvoller ist es nämlich, den Nutzer ganzheitlich auf seiner Customer Journey zu begleiten und die User Experience an jedem Touchpoint zu optimieren. Dazu gehört, dass sich der Nutzer nach der Installation schnell in der App zurechtfindet und langfristig gebunden werden kann. Jeder verlorene User ist eine vergebene Chance, innerhalb der App z.B. Produkte zu verkaufen oder mit In-App-Werbung Geld zu verdienen.

Bam! verhilft Ihrer App zu dauerhaftem Erfolg und unterstützt Sie auf dem gesamten Weg: „Die durchschnittliche App-Entwicklung ist für unsere Freunde der Manufaktur meistens ein großes und intensives Projekt. Hier sind in der Regel diverse Abteilungen im Boot, sowie das Spotlight des Managements voll auf unsere Ansprechpartner gerichtet. Natürlich ist das Life-Cyclemanagement, sowie die ausreichende Budgetierung für 24 Monate ein fester Bestandteil der Feinkonzeption. Hier stellen wir unseren Kunden die passende Strategie, sowie die richtige Software zum Tracking zusammen – voll Compliance-konform natürlich“, erklärt bam!-Geschäftsführer Mustafa Mussa.

Quelle: growfirst.de

Onboarding: Einfach und übersichtlich

Gutes Onboarding ist funktionsorientiert und macht auf den ersten Blick deutlich, was der Mehrwert der App sein wird. Dafür ist es wichtig, dass der Developer versteht, was ein User beim ersten Öffnen benötigt. Muss er sich erst umständlich registrieren, springt er möglicherweise direkt wieder ab. Ein simpler Log-in per Social Media kann helfen. Möchte der Nutzer nur schnell ein Taxi bestellen, braucht er kein langes Tutorial, sondern einen direkten Push-to-Action. Auch leere Listen und Menüs wirken beim ersten Öffnen wenig einladend.

Quelle: shopify.com

Anstelle von statischen langen Tutorials sind interaktive Einführungen nützlich. Dem Nutzer kann dabei die Möglichkeit gegeben werden, über einen Button mehr zu erfahren, oder den ganzen Vorgang zu überspringen. So wird niemand von der Nutzung abgehalten, wer Zeit und Interesse hat, wird aber auf alle Möglichkeiten hingewiesen. Nützlich sind auch einzelne Hinweise, die zur rechten Zeit aufpoppen und genau die Funktion erklären, die der Nutzer gerade benötigt.

Auch nach der ersten Einführung sollte der Nutzer nicht alleine gelassen werden. Es wirkt abschreckend, wenn eine Fitness-App beim ersten Öffnen ganz einfach eine leere Liste zeigt. Sie lässt den Nutzer im Unklaren, wie er die Liste füllen kann. Ein kleiner Knopf mit „Starte Dein Training“ kann in diesem Fall Wunder wirken. Auch Beispiel-Daten können den Nutzer motivieren und das Engagement steigern.

Generell vermieden werden sollten umständliche Log-in- oder Sign-up-Fenster. Wo möglich können Social-Media-Accounts genutzt werden. Andernfalls sollten nur die wirklich wichtigen Informationen abgefragt oder die Anmeldung in verschiedene Schritte heruntergebrochen werden. Für die Autovermietung sind am Anfang vielleicht nur Name und Mail-Adresse ausreichend, während Führerschein und Ausweis später hinzugefügt werden können.

Nicht jede App benötigt ein umfangreiches Onboarding und eine gute App überlässt dem User selbst, wie viel er erfahren möchte. Während eine Taschenlampen-App keine lange Erklärung brauchen wird, mag eine umfangreiche Business-App auf den ersten Blick weniger intuitiv erscheinen.

Generell gilt es, dass das Onboarding schnell, verständlich, funktional und nahtlos funktionieren sollte. Der Nutzer sollte auf den ersten Blick wissen, was ihn in der App erwartet.

Push-Notifications: Mit Maß und im richtigen Moment

Auch nach einigen Tagen springen noch viele Nutzer ab. Das beste Mittel dagegen ist, dass den Nutzern klar wird, wann und in welchem Moment ihnen die App weiterhelfen kann. Push-Notifications zur richtigen Zeit werden Engagement und Retention steigern. Laut dem Accengages Benchmark 2017 reagieren im Schnitt 8,4 Prozent der Deutschen Nutzer auf Pushs, was weltweit der höchste Wert der Studie war. Ein gutes Datenmanagement hilft dabei, mobile Momente zu schaffen.

Eine gute Push-Benachrichtigung erreich den Nutzer genau dann und dort, wo ihm die App weiterhelfen kann. Landet er am Flughafen, meldet sich die Taxi-App. Und geht er zum Supermarkt, schickt ihm die Shopping-App Infos zur neuesten Rabattaktion.

Quelle: mobilbranche.de

Um den Kunden dank Retargeting am richtigen Ort zu erreichen, sollte der Entwickler mehr kennen als Alter und Geschlecht des Kunden. Je genauer er das Nutzerverhalten kennt, desto gezielter kann er die Notifications versenden. Weiß er, dass User ihre Benachrichtigungen vor allem zwischen 12 und 15 Uhr öffnen, hat er einen großen Vorteil. Dafür ist es wichtig, den Nutzer auch auf dem Mikro-Level zu verstehen. Inhaltlich gibt es die Möglichkeit, dem Nutzer selbst zu überlassen, wofür er sich interessiert.

Dabei sollte die Notification immer direkt auf die richtige Seite führen. Eine Benachrichtigung zu einer Rabatt-Aktion mit einer Weiterleitung zum Home-Menü wird den Kunden eher verärgern.

App-Entwickler sollten verschiedene Kampagnen und Versionen ausprobieren, Hypothesen darauf aufbauen und ihre Push-Benachrichtigungen so schrittweise verbessern.

Daten und Testing

Für die richtige Retention-Strategie müssen Sie viel ausprobieren und testen. So entwickeln Sie ein Verständnis für die richtigen Nachrichten und Features, für den passenden Klickpfad und für den passenden Weg zum In-App-Purchase. Nutzen Sie auch verschiedene Wege und testen Sie, mit welchem Sie erfolgreicher sind. Neben Push Notifications stehen Ihnen auch E-Mails, In-App-Messages, Social Ads und vieles mehr zur Verfügung.

Versuchen Sie, Daten über Ihre Nutzer zu sammeln. Wann öffnet der Nutzer eine App, welche Notifications sind erfolgreich, an welchen Orten sind welche Inhalte gefragt. Je besser Ihr Datenmanagement, desto eher sprechen Sie die Nutzer richtig an. Gerne helfen wir von bam! Ihnen dabei.

Customer Journey: Den Nutzer ganzheitlich begleiten

Wir von bam! interactive begleiten App-Nutzer ganzheitlich auf ihrer Customer Journey. Nach App-Entwicklung und App-Marketing hört unser Auftrag noch lange nicht auf. Gerne helfen wir Ihnen dabei, auch Retention und Engagement in Ihrer App zu steigern, Ihr Onboarding zu optimieren und Ihr Datenmanagement zu verbessern.

Generell am Überzeugendsten für die langfristige Nutzerbindung ist natürlich immer noch eine gut gemachte App, die auch hält, was sie im App Store verspricht. Gleichzeitig gilt aber, dass Sie ohne eine passende Strategie für die Nutzerbindung viele User kurz nach der App-Installation wieder verlieren können und Ressourcen und Möglichkeiten verschwenden.

Sie haben Interesse daran, Ihre Retention Rate zu steigern? Wir unterstützen Sie gerne. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt auf.

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