NFC (Near Field Communication) – Datenübertragungstechnik für den mobilen Nahbereich

NFC (Near Field Communication) – Datenübertragungstechnik für den mobilen Nahbereich
19. Dezember 2012 bam!interactive

NFC steht für Near Field Communication und bedeutet übersetzt „Nahbereichkommunikation“. Dabei handelt es sich um einen internationalen Übertragungsstandard, welcher für die kontaktlose Datenübertragung, im Austausch eingesetzt wird. Bei dieser Übertragung können kurze Strecken bis vier Zentimeter zurückgelegt werden. Dabei wird eine Datenübertragungsrate bis zu 424 kBit/s erreicht. Diese Technik ist nicht neu und wird bereits im Micropayment eingesetzt. Somit können bargeldlose Beträge, kleinerer Summen gezahlt werden. Auch die Sparkasse und die Deutsche Bahn verwenden bereits den NFC Standard unter den Bezeichnungen girogo und Touch&Travel. Nun sollen NFC Lösungen auch im Mobilfunkbereich eingesetzt werden, um den Datenaustausch über kurze Strecken zu gewährleisten. NFC-unterstützende Apps stehen bereits zum Download zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise „Touchanote“, „Task Launcher“, „Tagwriter“ und „Taginfo“. Mit dem NFC Task Launcher lassen sich Tags, sowohl in URL- als auch in Textform schreiben. Mit den enthaltenen Profile-Tags lässt sich zum Beispiel Bluetooth ein/aus, Wifi und das Starten einzelner Apps definieren. Aber auch Klingeltöne können verändert und Lautstärken geregelt werden. Der NFC Task Launcher lässt sich aber auch für signins in Facebook und für Starts und Stops von Medienwiedergaben einsetzen.

Sicherheitslücken schränken die gefahrlose Nutzung ein

Zu den Merkmalen der Datenübertragung gehört der verbindungslose und verbindungsbehaftete Austausch. Passive HF-RFID-Tags unterstützen die verbindungslose Datenübertragung und müssen dabei die Normen nach ISO 14443 oder ISO 15693 erfüllen. Diese sind jedoch nicht vor potenziellen Attacken Dritter geschützt. Der verbindungsbehaftete Austausch erfolgt zwischen aktiven, gleichwertigen Transmittern und gilt zumindest für Bezahlvorgänge als sicher. Die Mindestanforderungen der zu berücksichtigenden Sicherheitsmerkmale sollen künftig auch in Mobiltelefonen verbaut werden. Aktuell wurden jedoch noch keine Geräte mit den erforderlichen Spezifikationen publiziert. Dies könnte sich jedoch mit der nächsten iPhone-Generation ändern. Gerüchte dazu, sind zahlreich im Internet nachzulesen. Aber auch der Fachartikel von apfelmagazine.de informiert über den NFC-Standard und dessen Möglichkeiten, in künftigen iPhones Verwendung zu finden.

Die neue Generation der Mobiltelefon-Nutzung

NFC (Near Field Communication)-Anwendungen: Mobile Payment und Mobile Ticketing

NFC (Near Field Communication): Mobile Payment & Mobile Ticketing sind praktisch, bergen aber durchaus Sicherheitsrisiken

Die ersten Entwürfe der NFC (Near Field Communication) wurden im Jahr 2002 von Sony und NXP Semiconductors vorgestellt. 10 Jahre später soll die NFC (Near Field Communication) primär auf Mobiltelefonen zum Einsatz kommen und dabei die unterschiedlichsten Daten, wie zum Beispiel Bilder, Telefonnummern, oder Mp3 Dateien übertragen. Dieser Austausch beinhaltet auch digitale Berechtigungen, welche ohne besondere Anmeldung zwischen zwei gepaarten Geräten vergeben werden können, ohne dabei Fehler in der Zuordnung aufzuweisen. Auf diese Weise können Anforderungen, welche ohnehin durch die Benutzer erfolgen, unterstützt werden. Dabei soll die Personalisierung des Mobiltelefons, die erste Authentisierung darstellen und mittels erneutem Nachweis eingebunden werden. Ausschlaggebend für das Einbinden, ist die Kritikalität der Transaktion, welche zum Verbindungsaufbau beider beteiligter Geräte führt. Die zu unterstützenden Anforderungen, beziehen sich auch auf komplexe Sicherheitsmerkmale, welche dafür sorgen dass ein Mitlesen durch Dritte ausgeschlossen werden kann. Somit kann verhindert werden, dass unbeteiligte User relevanten Informationen abschöpfen können. Eine weitere Anforderung an den NFC-Standard bezieht sich auf die Option, das Mobiltelefon als Lesegerät verwenden zu können. Die Vorteile der aktuell verwendeten aktiven Tags, beziehen sich auf die schnellere Energieübertragung gegenüber passiven RFID-Tags, welche die Antenne betreffend, weniger raumzehrend sind und darüber hinaus auch weniger Störungen in der Feldstärke der Energieübertragung aufweisen. Somit kommt der Standard nicht nur bei der Steuerung von Smartphones, sondern auch bei bargeldlosen Zahlungen, Zugangskontrollen, papierlosen Eintrittskarten oder dem Online-Streaming zum Einsatz.

Einschränkungen und Sicherheitsrisiken

Seit April 2012 werden in Europa immer mehr Mobiltelefone vorgestellt, welche den NFC-Standard bereits verbaut haben. Dazu zählen zum Beispiel die Nokia Modelle C7-00, 700, 701 und 603. Aber auch das Nokia N9 wurden bereits mit der NFC (Near Field Communication) konzipiert. Der Hersteller HTC stellte die NFC-unterstützten Modelle One X, Desire C und One XL vor. Von LG sind bis dato das P700 und das Optimus L7 vorgestellt worden. Zu den NFC-Geräten von Samsung gehören das Nexus S, das Galaxy Nexus und das Galaxy S3. Alle Geräte wurden mit einer aktiven Einheit, auf der Rückseite ausgestattet. Auf die Bezahlfunktion via Mobiltelefon, ist jedoch nicht zu hoffen. Ein derartiges Modell, diesen Service über die bestehenden Infrastrukturen von SIM-Karten zu ermöglichen, erweist sich für die einzelnen Provider als unwirtschaftlich. Der Grund dafür ist die Differenz der zu kontrollierenden Aspekte. SIM-Karten werden in der Regel vom Netzanbieter selbst kontrolliert, wobei die Bezahlanwendung von den jeweiligen Banken eingesehen werden, welche eventuell zusätzliche Sicherheitsstandards fordern könnten und die Anforderungen an Hard- und Software erweitert werden müssten. Stattdessen könnten sich jedoch künftig Autotüren mit dem Mobiltelefon öffnen lassen. Dabei besteht die Möglichkeit, nicht nur die Fahrzeugtür zu ver- und entriegeln, sondern auch individuelle Einstellungen des Fahrzeugkomforts mittels NFC-Standard und Smartphone zu personalisieren. Dazu könnte zum Beispiel die Senderauswahl im Radio, die Spiegelposition oder auch die Sitzeinstellung gehören. Inwiefern diese Optionen für den einzelnen Anwender komfortabel oder als sinnvoll nutzbar erscheinen, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Die aufzuführende Kritik soll jedoch in diesem Artikel nicht vernachlässigt werden. Der uneingeschränkte Schutz vor Missbrauch, ist nur bei deaktivierter Funktion vollständig gegeben. Auch wenn die Reichweite der Datenübertragung lediglich auf ein paar Zentimeter beschränkt ist, so lassen sich auch in diesem Bereich Daten auslesen, weshalb das System Sicherheitslücken aufweist, welche es bei gewünschter Nutzung hinzunehmen gilt.

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