Mobile Enterprise Application Platforms

Mobile Enterprise Application Platforms
19. März 2015 Mustafa Mussa
Mobile Enterprise Application Platforms

MZDW 6/2015

Heute beschäftigen wir uns weniger mit einem Mobile Marketing Thema wie der App-Entwicklung, Mobile Advertising oder einem Smartphone-Hersteller, sondern viel mehr mit einem Thema, das uns alle bewegt:

DEM ARBEITEN VON UNTERWEGS ODER UM ETWAS GENAUER ZU WERDEN:
Mobile Enterprise Application Platforms

Vom mittelständischen Unternehmen bis hin zum Konzern stehen „mobile Themen“ ganz oben auf der Agenda. Wie sorgen wir für die Integration eines schicken Smartphones in den abgeschirmten, sicheren Business-Workflow?

Welche Daten sind beziehbar und was könnte bei einem Android-Smartphone die relevante Sicherheitslücke sein? Bring-Your-Own-Device (BYOD) ohne Einschränkung oder doch lieber das gepimpte Unternehmens-Blackberry als Alternative zum privaten iPhone?

Für diese Fragen gibt es Antworten – leider aber führen diese nicht immer zu einem zügigen, einheitlichen und einfachen Ergebnis à la Plug & Play.

WOFÜR KÖNNTE DAS MOBILE DEVICE IN DER ARBEITSWELT VON NUTZEN SEIN?

  • Kommunikation / Messaging (Mails, Kontakte, Rufnummern)
  • Intranet (News, Verzeichnisse, Wiki)
  • CRM (Kunden, Daten, Historie)
  • Dateiverwaltung (Docs, Pdfs, Xls, etc.)
  • interne Anwendungen im Unternehmen

HERAUSFORDERUNGEN SIND UNS ALS SPEZIALISTEN IM MOBILE BUSINESS BESTENS BEKANNT

  1. Fragmentierung des Marktes (iOS, Android, Windows Phone, Blackberry OS,…)

Welche Betriebssysteme und Geräte müssen unterstützt werden? Wer nutzt was in welcher Abteilung?

  1. Diverse Browser-Versionen

Google Chrome, Apple’s Safari, Opera oder die werksseitig installierten Browser reagieren gerne höchst unterschiedlich auf den gleichen HTML5-Code.

  1. Diverse Display-Auflösungen

Hoch- und Querformate, sowie diverse Pixeldichten erfordern auf den unterschiedlichen Zollgrößen von Anfang an ein durchdachtes UI-Konzept.

  1. Unterschiedliche Hardware-Ausstattungen

Zugegeben nicht die größte Hürde, da moderne Geräte hinsichtlich Arbeitsspeicher und Prozessoren bestens ausgestattet sind. Hier entwickelt sich eher mangelhafte Software-Architektur in den Apps bemerkbar.

  1. OS Software-Updates

In zügigen und regelmäßigen Zyklen überwerfen sich die Hersteller von iOS und Android mit Updates, die so manchem App-Entwickler schlaflose Nächte bereiten.

  1. Security bei Caching-Themen (Online/Offline)

Was passiert mit Daten, die gerade aufgerufen werden? Sind diese verschlüsselt, temporär auf dem Gerät verfügbar oder werden diese nur „gestreamed“? Gerade bei der Arbeit im ICE sollten diese Fragestellungen mitberücksichtigt werden. Apropos ICE: Neben der ganzen Security war es schon zu Notebook-Zeiten empfehlenswert Sichtschutz-Folien auf den Displays anzubringen.

  1. Unterschiedliche Mängel beim HTML5-Support

Wer jetzt gedacht hat, dass es für diese Anforderungen HTML5 als Allzweckwaffe gibt, dem soll gesagt sein: „Nein“. Seit nun mehr als sieben Jahren mobiler Entwicklung stellen wir trotz WebKit und Co. immer wieder fest, dass jeder Browser unterschiedlich reagiert und interpretiert.

Diese Stolpersternchen sind uns aus der App-Entwicklung und dem Mobile Advertising bestens bekannt und werden bei dem Thema Mobile Enterprise weiter intensiviert.

AUF DER UNTERNEHMENSSEITE WARTEN ZUSÄTZLICHE THEMEN

  1. Heterogene Datenquellen (Datenbanken, Web-Services, Cloud-Lösungen)
  1. Heterogene Endgeräte-Verteilung (Tablets, Smartphones, Notebooks)
  1. Fehlende Geräteverwaltung „MDM“ (Mobile-Device-Management)

Interessant ist hier auch die folgende Umfrage bei IT-Verantwortlichen bzgl. des Einsatzes mobiler Betriebssystem in ihrem Unternehmen:

statistic_id373888_unterstuetzung-mobiler-betriebssysteme-in-unternehmen-in-deutschland-2014

EINE VIELVERSPRECHENDE LÖSUNG GIBT ES NATÜRLICH AUCH SCHON: MOBILE ENTERPRISE APPLICATION PLATFORMS (MEAP)

Diverse Anbieter solcher Lösungen (IBM, SENCHA, SAP oder Kony) versprechen maßgefertigte Konzepte, um den genannten Herausforderungen Herr zu werden. Dazu wird eine sogenannte „Middleware“ geschaffen, welche als Schnittstelle zwischen den Unternehmenssystemen und den Endgeräten geschaltet wird.

Diese Middleware bringt im Idealfall eine betriebssystem-übergreifende Daten Ein- und Ausgabe, Rollen- und Rechtemanagement, sowie genügend Möglichkeiten für das MDM mit (falls z.B. so ein Endgerät mal beim Mitbewerber liegen bleibt…).

Viele Möglichkeiten in einem Dschungel aus Buzzwords und Startups erfordert eine Strategie, die wir gerne mit Ihnen erarbeiten. Für eine erste Indikation, ob die Richtung stimmt und der Anbieter zum Unternehmen passt, kann man sich folgende Anhaltspunkte beantworten lassen:

  • Welche Geräte und Betriebssysteme werden unterstützt?
  • Ist der Anbieter wirtschaftlich stabil und die Software zukunftssicher?
  • Wie hoch sind die Betriebskosten für die kommenden Jahre?
  • Wie sieht es mit der Skalierbarkeit und Wartung des Systems aus?
  • Welche Standards (z.B. Verschlüsselung) werden erfüllt?

Diese mobilen Endgeräte werden in Unternehmen und speziell durch deren IT unterstützt:

statistic_id188278_einsatz-von-mobilen-betriebssystemen-in-unternehmen-2013
Danke für das aufmerksame Lesen des Blogs – bei Fragen, nicht nur zu Mobile Enterprise Application Platforms, stehen mein Team und ich Ihnen natürlich gerne auf den bekannten Kanälen zur Verfügung.

Ihr Mustafa Mussa

ZAHLEN UND FAKTEN ZU MOBILE ENTERPRISE APPLICATION PLATFORMS @A GLANCE:

  • Laut einer Umfrage Februar 2014 wird bei 74% der Befragten iOS als Betriebssystem von der hauseigenen IT unterstützt
  • Android und iOS haben auch im internationalen Unternehmenseinsatz die Nase vorn mit je ca. 35% Anteil (geschäftlich genutzte Endgeräte)

QUELLEN:

  1. Gartner, Magic Quadrant for Mobile Application Development Platforms, April 2012
  2. mobilebranche.de, 2014
  3. FH Bielefeld, Prof. Dr. Volker Wiemann, 2014
  4. Statista, diverse 2015