iOS 11 und Android Oreo: Das ist neu in den App Stores

iOS 11 und Android Oreo: Das ist neu in den App Stores
1. September 2017 Mustafa Mussa

iOS 11 und Android Oreo: Das ist neu in den App Stores

Auch in diesem Jahr gibt es für das Smartphone neue Softwaregenerationen von Apple und Google. Nutzer dürfen sich auf eine einfachere und persönlichere Bedienung freuen. Zusätzlich bekommen die App Stores ein Update verpasst. Während es beim Play Store vor allem Änderungen im Detail gibt, wird der Apple Store runderneuert. Wir von bam! interactive haben uns angesehen, was sich ändert.

Android: Änderungen im Hintergrund

Mit der neuen Android-Version Oreo ändert sich für Nutzer und Entwickler Einiges. Google verspricht einen geringeren Wartungsaufwand für OEMs und Chipsatz-Hersteller, raschere Updates und mehr Sicherheit im System. Beim Play Store bleibt dafür das Meiste beim Alten.

Viele Änderungen, die Oreo bringt, finden im Hintergrund statt. Die meiste Entwicklungsarbeit floss in Verbesserungen an den Grundsätzen des Systems. Entwickler sollten ihre Apps an die Änderungen anpassen, um Probleme zu vermeiden.

Mit dem Project Treble schafft Google einen komplett reorganisierten Android-Quellcode, der das Android-Framework komplett von hardwarespezifischen Bestandteilen trennt. So werden Updates bald einfacher möglich sein. Project Vitals zielt vor allem auf die Akkulaufzeit, macht die Nutzung aber auch sicherer. Hintergrundaktivitäten und WLAN schalten sich in manchen Situationen automatisch ab. App-Downloads aus Drittanbieter-Stores können ab sofort einzeln zugelassen werden. Dies wird die Gefahr von Gefahr von Drive-By-Downloads verringern.

Icons werden mit Oreo moderner und adaptiv. Hintergrund und Symbol werden in Zukunft getrennt abgelegt. Je nach Gerät kann sich die Anzeige dann ändern. Das gibt Entwicklern mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Adaptive Icons geben den Entwicklern mehr Gestaltungsspielraum.

Gleichermaßen für Nutzer und Entwickler interessant ist die neue Bild-in-Bild-Funktion. Apps können damit minimiert werden. Das YouTube-Video kann damit weiterlaufen, während der Nutzer Kalendereinträge pflegt.

Hinzu kommen deutlich individuelle Einstellungen für Benachrichtigungen, mit der die User mehr Kontrolle über ihre Notifications bekommen. Diese können beispielsweise für eine vorher eingestellte Zeit stumm geschaltet werden. Wie auch bei anderen Änderungen geht es bei den Benachrichtigungen um eine stärkere Personalisierung.

Zusätzlich gibt es ein selbstlernendes System zur Texterkennung, das das Markieren und Kopieren erleichtert. Android Oreo unterstützt außerdem 97 Prozent aller Drucker ohne die Installation weiterer Software.

Ganz neu auf den Markt bringt Google außerdem ARCore. Es ist die Antwort auf die AR-Ambitionen bei Apple und bringt bald Augmented-Reality-Funktionen auf bereits erhältliche und künftige Android-Smartphones. ARCore funktioniert mit Java/OpenGL, Unity und Unreal und basiert auf Bewegungsverfolgung sowie der Erfassung und Analyse der Umgebung und des Lichts. Bisher gibt es ARCore nur als Preview für Entwickler. Bald sollen aber mehr als 100 Millionen Geräte das SDK unterstützen.

Seinen App Store entwickelt Google kontinuierlich weiter. Mit dem Play Store 8.0 gab es vor kurzem eine neue Version. Die größte Neuerung im Play Store ist, dass Changelogs einzelner Apps in Zukunft direkt im Updatemenü aufrufbar sind. Der Updateverlauf kann mit Hilfe eines Pfeil-Symbols direkt nachvollzogen werden.

ARCore und Bild-in-Bild versprechen Usern und Developern viele neue Möglichkeiten. Ansonsten gibt es bei Android vor allem im Hintergrund Änderungen. Diese sind langfristig wichtig und nutzen allen Seiten. So werden die Geräte sicherer, erlauben schnellere Updates und die Akkus laufen länger. App-Anbieter sollten sich aber genauer mit den Änderungen auseinandersetzen. Einige Funktionen der Apps könnten dank der Änderungen nicht mehr fehlerfrei laufen.

Der neue Apple Store: Mehr als nur Downloads

Bei Apple gibt es einen neuen App Store und ein neues Betriebssystem samt Smartphone im Kombipack. Dabei bekommt nicht nur die Hardware ein Rundumupdate verpasst, sondern auch der App Store wird für iOS 11generalüberholt.

Am auffälligsten ist das Re-Design der Startseite. Ein „Today“-Fenster informiert die Nutzer über aktuelle und trendige Apps. Dazu gibt es How-to-do-Guides, Tipps und Interviews mit Developern und Influencern. Der App Store wird so persönlicher und gibt Entwicklern die Chance, mehr über ihre Apps zu erzählen.

Im Today-Fenster gibt es Hintergründe zu den Apps. Spiele sind in Zukunft getrennt von den übrigen Apps zu finden.

Ebenfalls ins Auge fällt die Trennung der Spiele von den übrigen Apps. Beide sind in Zukunft in eigenen Fenstern zu finden. Spiele sind laut SensorTower immerhin für 43 Prozent der Neuerscheinungen im App Store verantwortlich.

Mit dem neuen App Store ändert sich auch die Suchfunktion. Dort tauchen bald auch Entwickler und Angebote für In-App-Purchases auf. Auch nach bestimmten Kategorien kann man den App Store durchforsten. Für Developer wird es also wichtig, nicht nur mit ihrer App weit oben zu stehen, sondern sie sollten auch in anderen Kategorien auftauchen.

In der Suchfunktion tauchen bald auch In-App-Purchases und Entwickler auf.

Neben den generellen Änderungen gibt es auch für die App-Darstellung selbst einige Neuerungen. Beschreibungen werden prägnanter und In-App-Purchases prominenter.

So kürzt Apple die App-Titel auf 30 Zeichen ein und verabschiedet sich somit endgültig von früheren 255 Zeichen. Als Ersatz gibt es einen ebenfalls 30 Zeichen langen Untertitel, in dem die Apps genauer beschrieben werden können.

Die Beschreibung verliert durch einen neuen Promotional-Text an Bedeutung. Dieser ist 170 Zeichen lang und taucht auch bei den Suchergebnissen auf. Der Text, der beliebig oft geändert werden kann, ist auch für News, Events oder andere Ankündigungen nützlich. Die klassische Description rutscht so weiter nach unten und kann zudem nur bei Updates aktualisiert werden.

Der Titel wird kürzer, dafür wird bei erfolgreichen Apps die Ranking-Platzierung angezeigt. Auch einige weitere Änderungen gibt es in der App-Beschreibung.

Um die User Experience zu verbessern, können Entwickler nun auf Reviews reagieren. Gleichzeitig soll die Zahl der Reviews dadurch steigen, dass diese direkt in der App abgegeben werden können. Die App kann Nutzer bis zu dreimal pro Jahr dazu auffordern, eine Bewertung abzugeben.

Sind Bewertungen erst einmal abgegeben, bleiben sie in Zukunft dauerhaft bestehen und werden nicht nach jedem Update gelöscht. Regelmäßige Updater werden also nicht mehr mit niedrigen Review-Zahlen bestraft. Der neue Apple Store überlässt den Entwicklern selbst nun die Entscheidung, ob sie wieder von null anfangen möchten.

Neben Beschreibung und Reviews, drängen die Angebote für In-App-Käufe in den Vordergrund. Bis zu 20 pro App können davon in den Store eingefügt werden. Diese erscheinen dann ebenfalls mit Name, Beschreibung und Werbebild.

Mit neuem Erscheinungsbild und prägnanteren Texten soll der App Store wohl vor allem nutzerfreundlicher werden. Entwickler sollten sich möglichst schnell darauf einstellen. Sie sollten mehr Zeit als bisher in einen griffigen Titel und Untertitel stecken und die Vorteile des Promotional-Texts entdecken. Auch Reviews werden wohl an Bedeutung gewinnen und mehr Pflegeaufwand bedeuten. Das „Today“-Fenster gibt die Möglichkeit, eigene Apps prominent an neuer Stelle zu platzieren.

Preislich soll das neue iPhone bei bis zu 1100 Dollar liegen und verspricht mit dem ARKit, Machine Learning, Gesichtserkennung und kabellosem Laden grundlegende Neuerungen. Hinzu kommen weitere Änderungen wie zum Beispiel im Kontrollzentrum, das wieder auf einer Seite vereint wird. Zusätzlich gibt es neue Live-Fotos, eine bessere Kamera, bessere Lautsprecher und eine weiterentwickelte Sprachsteuerung. Da passt ein grundlegendes Update des App Stores gut ins Konzept, um sich im ganz neuen Gewand zu präsentieren.

Fazit: Verpassen Sie nicht, sich anzupassen

Android und Apple präsentieren viele neue Funktionen. Entwickler und Nutzer können sich darauf freuen, bald auf beiden Systemen in die Augmented Reality einzutauchen. Neben den vielen System-Änderungen gibt es bei Apple auch noch einen ganz neuen App Store. Dieser bringt grundlegende Änderungen für die App Store Optimization (ASO) mit sich. Entwickler sollten den Moment nicht verpassen und sich schnell auf die Neuerungen bei Android und iOS einstellen. So bleiben Sie im App Store weit vorne und ihre Apps funktionieren weiterhin fehlerfrei.

Möchten Sie immer auf dem neuesten Stand bleiben und Ihre App für Android Oreo und iOS 11 optimieren, helfen Ihnen unsere Experten von bam! interactive gerne weiter. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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