Influencer Marketing: Wie Blogger die Internetwelt spalten und warum Sie dennoch nicht drauf verzichten sollten

Influencer Marketing: Wie Blogger die Internetwelt spalten und warum Sie dennoch nicht drauf verzichten sollten
25. Juli 2017 Team bam!
Influencer-Marketing

Ob Sie im neuen Outfit von großen Modefirmen posieren, ihr Frühstück als Foodporn bei Instagram posten und mit dem Hashtag des Herstellers versehen, ein Selfie vom Urlaubsparadies vermarkten oder mit neuen Kopfhörern, die Marke gut sichtbar, in die Kamera lächeln: Influencer Marketing hat viele Gesichter, spaltet die Gemüter aber und – das sagen wir als Spezialisten im digitalen Marketing – ist heute im Marketing nicht mehr verzichtbar.

 

Konsumverhalten durch Retention Rate steigern

Schon 2015 hat eine McKinsey-Studie ergeben, dass Influencer Marketing zu einer 37 Prozent höheren Retention Rate führt. Zwei Jahre später können wir davon ausgehen, dass im Zeitalter des Social Medias die Bindung zwischen dem Kunden und den Brands wichtiger ist als je zuvor. Dass das Schema funktioniert, zeigen uns Blogger wie BibisBeautyPalace  mit mehr als 4,5 Millionen Followern auf Youtube, YTITTY  mit mehr als 3 Millionen Followern auf Youtube oder die internationale Bloggerin Chiara Ferrangni alias The Blonde Salad , die vor zwei Jahren mit dem Blogger-of-the-Year-Award der Plattform Bloglovin im Bereich der Modeblogger ausgezeichnet wurde: Haben früher prominente Gesichter wie Thomas Gottschalk in der Haribo-Fernsehwerbung oder Verona Feldbusch mit „11 88 0 – Da werden Sie geholfen“ das Kaufverhalten beeinflusst und zählten ihrer Zeit zu Influencern, sind heute die Blogger für das Konsumverhalten der jeweiligen Adressatengruppen mit verantwortlich.

 

Was ist Influencer Marketing?
Um die Möglichkeiten und Chancen des Influencer Marketings zu begreifen, muss aber erstmal die Frage beantwortet werden: Was bedeutet Influencer Marketing und wie funktioniert es? Früher zählten Prominente zu den großen Meinungsbildern, die Entstehung und Verbreitung von Social Media macht es aber möglich, Produktbewertungen eine deutlich höhere Authentizität zu geben: Wer präsentiert und empfiehlt Produkte besser als die breite Masse. Wenn meine Nachbarin sagt, die neue Lippenstiftmarke muss ich unbedingt einmal ausprobieren, dann tue ich das doch eher, als wenn es mir Heidi Klum im Fernsehen vermittelt. Wenn mir mein Fußballkamerad sein neues Handy zeigt und sagt, dass das gut ist, dann berührt mich das mehr, als wenn Matthias Schweighöfer mich auf einer Werbeanzeige anlächelt.
Eigentlich ist diese Logik unsinnig: Denn auch Blogger Influencer liefern  bezahlte Werbung. In dem Kopf des Konsumenten funktioniert dieses Marketing aber anders: Wir nehmen die Produktplatzierung nicht als solche wahr, wir vertrauen ihr. Auf den Social Media Kanälen wirken Influencer wie du und ich, sie können unser Nachbar sein, der Fußballkumpel, der Arbeitskollege oder die Verkäuferin aus dem nächsten Drogeriemarkt. Für uns sind es Leute, die vor ihrer Social Media-Karriere No-Names waren.
Dass diese Strategie aufgeht, zeigen auch Studien, die das Vertrauensverhältnis von traditioneller Werbung und Social Media vergleichen. Influencer Marketing ist nichts anderes als Mundpropaganda. Alleine in Deutschland gelten mehr als 4,5 Millionen Konsumenten als Influencer.

 

Produkte über Influencer bewerben: Darauf sollten Sie achten

War eine Zeit lang Influener Marketing deutlich günstiger als gezielte Printwerbung oder das Schalten eines Werbefilms, variieren die Preise inzwischen stark.  Für die Empfehlung eines Top-Influencers, global, mit mehr als einer Millionen Followern werden inzwischen 15.000 bis 20.000 Dollar für einen Post verlangt.  Günstig ist das nicht mehr.

 

Micro Influencer statt Mega Influencer

Als Experte empfehlen wir Ihnen: Prüfen Sie gut, wen Sie als Influencer für sich agieren lassen. Denn nicht nur preislich unterscheiden sich Mega Influencer von Micro Influencern, sondern auch der Umgang mit den Followern ist oft bei Micro Influencern, die noch nicht so eine große Fanbase haben, vertrauter und enger als bei einem Blogger mit mehr als einer Millionen Fans.
Suchen Sie sich als Unternehmen mit einem Nischenprodukt einen Influencer, der stolz darauf ist, Werbender für Ihr Produkt zu sein und gewinnen Sie über gezieltes Influencer Marketing und nicht über eine Massenabfertigung Kunden, die auf jeden Fall von Ihnen weitererzählen werden. Streuen Sie lieber viele kleine Fürwörter für Ihr Produkt statt auf den Zug der Makro Influencer aufzuspringen, die schon lange nicht mehr für alle Zielgruppen glaubwürdig sind. So schaffen Sie eine nachhaltige Wahrnehmung für Ihre Marke, die dauerhaft Ihre Reichweite langsam aber konstant erhöht. Und am Ende des Tages haben auch BibisBeautyPalace, ApeCrime oder Gronkh klein angefangen.

 

Sie möchten sich als Unternehmen zum Thema Influencer Marketing informieren? Unsere Experten von bam! interactive marketing freuen sich auf Ihre Nachricht

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