Google Ranking-Boost für Mobile-optimierte Webseiten

Google Ranking-Boost für Mobile-optimierte Webseiten
6. Februar 2015 Timo
Google Ranking für mobile-optimierte Webseiten

MZDW 3/2015

Google ahndet bereits seit 2013 Websites, die den mobilen Usern ein schlechtes Nutzerverhalten bieten. So wurde bisher gedroht, Seiten, die Fehlermeldungen und andere Probleme für mobile Nutzer aufweisen, mit einer schlechteren Sichtbarkeit in Google’s mobilen Suchergebnissen zu bestrafen. Jetzt geht das US-Unternehmen einen Schritt weiter und experimentiert mit einem neuen Ranking, das Mobile-optimierte Webseiten belohnt. Wenn Ihre Website den „Mobile-friendly“ Status erreicht, erhält diese künftig einen Google Ranking-Boost. Solche Seiten bekommen eine Art Sonderbehandlung im Ranking-Algorithmus und verdrängen somit solche, die nicht auf mobile Endgeräte angepasst wurden. Diese Entwicklung stellt den Mobile-First-Gedanken weiter in den Mittelpunkt, auf den nun auch die weltweit größte Suchmaschine reagiert und das Mobile Web-Erlebnis weiter fördert. (1)

GOOGLES KATEGORISIERUNG VON MOBILEN WEBSEITEN

Google will mit der Auszeichnung der Internetseiten vor allem böse Überraschungen vermeiden. Nutzer, die mit Smartphones oder Tablets auf Seiten kommen, die nicht für mobile Geräte optimiert sind, verlassen diese Seiten schneller und kehren auch seltener zurück. Um den User ein komfortables Erlebnis zu bieten, werden Websites in drei Varianten eingestuft: Variante A zeigt einen simplen Text, Variante B zeichnet die Webseite mit einem Symbol als „Mobile-optimiert“ aus, Variante C macht das Gegenteil und „warnt“ den mobilen Nutzer vor diesem Suchergebnis. Damit Ihre Webseite nicht in Variante C eingestuft wird, empfiehlt Google schon lange diese so zu designen, dass sie auch für die mobile Darstellung kompatibel sind. Responsive Designs, also Webseiten, die ohne Weichen über externe Domains oder Subdomains, Inhalte abhängig von der Größe der „Viewports“, also der Pixelbreite des Betrachter-Displays präsentieren, lösen dabei besondere Freude aus. (2)

WEITERLEITUNG ZU RELEVANTEN WEBSEITEN

Wir alle haben damit sicherlich schon Erfahrungen gemacht. Eine vom Smartphone aufgerufene Webseite leitet uns von der Desktop-Version zu einer völlig irrelevanten mobilen Seite um. Statt also zum Beispiel auf dem Artikel zu landen, den wir eigentlich gesucht haben, kommen wir auf die mobile Version der Hauptseite. Diesen Frust will Google den Nutzern künftig ersparen. Seiten, die solche oder ähnliche Fehler aufweisen, werden in einer angekündigten Veränderung des Rankings abwärts wandern, denn gerade bei langsamen Verbindungen sind unnötige Weiterleitungen sehr ärgerlich. Für Seitenbetreiber kann es allerdings erst einmal Arbeit bedeuten. (3)

Es ist also wichtig, dass die Nutzer auf identischen URLs landen, um eine konsistente Verlinkung für Google abzubilden, das heißt die Seite eines bestimmten Artikels leitet idealerweise auf die mobile Version desselben Inhalts weiter. Sollte der Artikel oder die Seite nicht in einer Smartphone-freundlichen Version existieren, empfiehlt Google, die Desktop-Version anzuzeigen, statt einer Fehlermeldung oder einer völlig anderen Seite. Es wird demnach angenommen, dass eine eher schwer auf mobilen Geräten zu lesende Seite mit dem gesuchten Inhalt den Nutzer weniger frustriert als die Alternativen. (4) Es gibt aber noch eine Vielzahl weiterer Faktoren, von denen wir im Folgenden die fünf wichtigsten vorstellen wollen.

5 KRITERIEN FÜR EIN ATTRAKTIVES GOOGLE RANKING

1. Viewport konfigurieren

Mit dem Viewport Metatag sorgt man dafür, dass sich die Breite der Webseiten an die Bildschirmgröße des jeweiligen Geräts anpasst. Der Viewport-Metatag gehört wie alle anderen Metatags in den Head-Bereich einer Webseite.

2. Komfortable Touch-Elemente darstellen

Ein No-Go sind zu kleine Touch- oder Navigationselemente einer mobilen Webseite, die mobilen Nutzern vor Schwierigkeiten stellen, diese mit ihren Fingerspitzen zu bedienen ohne zu zoomen. Google empfiehlt daher eine Mindestgröße von 48px für Touch-Elemente.

3. Kleine Schriftgrößen vermeiden

Ebenfalls sollte die Schriftgröße entsprechend angepasst sein. Der User soll sich nicht die Mühe machen müssen zu zoomen. Es empfiehlt sich einen Zeilenabstand von 1.2 zu wählen und die Zeilenlänge so zu gestalten, dass ein Kompromiss zwischen Lesbarkeit und der Höhe der Webseite entsteht.

4. Ausschluss von Flash-Elementen

Verzichten Sie auf Flash-Programmierung bei interaktiven Elementen. Flash-Elemente auf Webseiten schließen eine große Zahl potentieller Besucher einfach aus, z.B. die Apple Gemeinde mit iPhones und iPads.

5. Inhalte auf die Größe des Viewports anpassen

Das Metatag Viewport im Header zu haben ist schön und gut, wenn man eine Webseite hat, die Elemente mit fester Breite enthält. Dazu zählen oft Grafiken, die besser mit einer variablen Breite ausgezeichnet werden: Also lieber auf feste Definitionen von Größen verzichten und stattdessen automatische Anpassungen verwenden. (2)

ZEIGEN SIE WAS SIE ZU BIETEN HABEN

Wer seine Webseite jetzt für die Darstellung auf mobilen Geräten optimiert, sorgt nicht nur dafür, dass sie für eine breitere Masse sichtbar ist, sondern auch, dass sie mit vorn dabei ist, wenn diese Optimierung zu einem Rankingfaktor wird. Lassen Sie Ihre guten Ideen also nicht von schlecht programmierten Webseiten beeinflussen und zeigen Sie der Welt, was Sie zu bieten haben.

Wir von bam! helfen Ihnen als strategischer Partner mit umfassender Expertise in Sachen Mobile App, Web und Advertising Ihre Website so zu entwickeln, dass sie den Nutzern auf allen Geräten das beste Erlebnis bietet und auch von Google positiv wahrgenommen wird. Kontaktieren Sie uns einfach.

Ihr Thomas Henderikx von bam!

ZAHLEN UND FAKTEN ZUM GOOGLE RANKING-BOOST @A GLANCE:

  • Google führt den „Mobile-friendly“ Status ein
  • Mobile-optimierte Seiten erhalten einen Google Ranking-Boost
  • Nicht Mobile-optimierte Seiten rutschen entsprechend weiter ab
  • Responsive Webseiten sind bei Google gern gesehen
  • Zu beachten sind die 5 Hauptkriterien für optimiertes Google Ranking:
    1. Viewpoint konfigurieren
    2. Komfortable Touch-Elemente darstellen
    3. Kleine Schriftgrößen vermeiden
    4. Ausschluss von Flash Elementen
    5. Inhalte auf die Größe des Viewports anpassen

QUELLEN:

(1) http://searchengineland.com/google-special-ranking-mobile-friendly-sites-208957/
(2) http://www.bitskin.de/blog/google/9668/google-belohnt-mobile-seiten-im-ranking
(3) http://t3n.de/news/seo-google-macht-ernst-472817/
(4) http://www.domain-recht.de/domain-registrierung/seo-suchmaschinenoptimierung/google-neues-ranking-fur-mobile-seiten-63330.html