Die mobile Zahl der Woche – 16/2013

Die mobile Zahl der Woche – 16/2013
16. Oktober 2013 bam!interactive

Wer entwickelte das erste Mobiltelefon der Welt? Wann und wo wurde dieses erstmals eingesetzt? Wer die Antwort nicht auf Anhieb weiß, wird sie googeln. Früher schlugen wir Lexika auf oder recherchierten im Internet. Heute googeln wir; und wir googeln oft – eigentlich immer, wenn wir uns für etwas interessieren oder uns informieren wollen. Vier von Zehn nutzen die allwissende Suchmaschine, also mittlerweile fast jeder Zweite. So auch abends neben dem herkömmlichen Fernsehprogramm. Sei es um Informationen zum laufenden Programm abzurufen oder sich anderweitig über bestimmte Themen zu informieren. Nicht umsonst hat es Google mit dem Verb „googeln“ in den heutigen Duden geschafft. (1)

Es ist sicher keine Neuheit, dass wir uns nicht mehr nur mit einem einzigen Bildschirm begnügen und uns besonders neben dem TV-Programm mit weiteren Informationen versorgen. Das Thema „Second Screen“ ist in aller Marketer-Munde. Vor allem und immer mehr über Tablet und Smartphone, über die auf dem bequemen Sofa gesurft wird. In Zeiten von Digitalisierung und Mobilisierung gibt es für das stereotype Medium Fernsehen viele Chancen, um wieder mehr in den Fokus öffentlicher Diskussion zu rücken. Dabei schlagen immer mehr TV-Formate die Richtung Social Media ein. Hashtags und Fanseiten speziell für bestimmte TV-Formate nehmen zu. Besonders bei den jüngeren Zielgruppen unter 35 Jahren ist besonders die Interaktion über soziale Netzwerke zum laufenden Programm verbreitet. Wer hat nicht den Social Stream während des TV-Duells der Kanzlerkandidaten verfolgt. Allein über den Hashtag #TVDuell konnten 132.000 Tweets mitgelesen werden. Zum ersten Tatort-Einsatz von Til Schweiger im März wurden sekündlich 70 Tweets über den #tatort abgesetzt – pro Sekunde wohlgemerkt. (2)

Bingo! – sollte man meinen, aber eine HUB-Umfrage ergab jedoch, dass im Bereich Second Screen vor allem die Nutzung von Suchmaschinen dominiert: Ganze 41 Prozent der Befragten informieren sich hierüber parallel zum laufenden Programm. Entweder um der Werbung bzw. dem Programm zu entgehen oder weil gerade dies Interesse geweckt hat. Erst danach folgen Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Hier lesen, kommentieren oder posten insgesamt 34 Prozent immer noch mehr als jeder Dritte „Second Screener“ zum laufenden Programm. Auf Platz drei folgen mit 18 Prozent E-Mail, SMS, WhatsApp und Co. (3) Hier wurde zwar amerikanische TV-Zuschauer befragt, allerdings lassen sich viele Parallelen zum Second Screen-Verhalten in Deutschland ziehen. So zeigt die Studie „Catch me if You can“ der Vermarkter InteractiveMedia und United Internet Media ähnliche Ergebnisse zur deutschen Multiscreen-Nutzung. Besonders die Informationssuche – allgemein, produkt- oder themenspezifisch – stellt häufig ein Motiv für Second Screen-Verhalten dar. Und damit hat Second Screen weniger mit dem wirklichen Programm zu tun, das gerade über die Flimmerkiste läuft, als vielmehr mit anderen Inhalten. Lediglich bei einem Achtel aller Befragten bestand demnach ein servicebasierter oder inhaltlicher Zusammenhang (4).

Die Suche nach Informationen beginnt, wie könnte es anders sein, bei Google. Der Weltkonzern Google, 1998 von Sergey Brin und Larry Page gegründet, dominiert auch den deutschen Markt. Ein Marktanteil von weit über 90 Prozent verdeutlicht die Vormachtstellung. (5) Der Suchmaschinen-Gigant Google erhebt sich damit zum eigentlichen King im Bereich Second Screen. Daher hat das Wort googeln durchaus seine Berechtigung.

Wer als Marketer im Bereich Second Screen punkten möchte, sollte sicherlich zunächst Relevanz, Mehrwerte und Usability schaffen. Besonders der japanische Automobilkonzern Toyota versucht bereits seit längerem mit Hilfe von Audio Recognition und Shazam, Werbung mit Mehrwerten anzureichern. (6) Der Erfolg scheint diesem Konzept Recht zu geben. Nicht umsonst läuft die derzeitige Kampagne zu den Hybrid Modellen ebenfalls wieder in dieser Konstellation. Aber das sind nur die ersten Versuche, die Möglichkeiten von Second Screen zu nutzen und auch die Werbung relevanter zu machen. Ob Mobile App, Mobile Advertising oder Mobile Websites – die Potenziale des Second Screen-Zeitalters sollten genutzt werden.

Die Ergebnisse der HUB-Umfrage @ a glance:
– 41% der Befragten suchen nach Informationen zum Programm via Suchmaschinen
– 18% schreiben E-Mails oder Texten (z.B. via WhatsApp) zur Sendung
– 17% lesen Kommentare zur Show auf Facebook oder Twitter
– 17% posten Kommentare zum Programm auf Facebook oder Twitter
– 9% partizipieren in einem Spiel
– 9% schauen ein zweites TV-Programm
– 6% informieren sich in einer programmspezifischen App
– 4% nutzen eine App über das TV Programm im Allgemeinen
– 2% machen etwas anderes auf dem Second Screen

Quellen:

(1): Die Bedeutung des Verbs „googeln“

(2): Second Screen via Social Media

(3): Die Ergebnisse der HUB-Umfrage

(4): Studie „Catch me if You can“

(5): Marktanteile der Suchmaschinen in Deutschland (Mai 2013)

(6): Toyota nutzt Second Screen über Shazam
Wer entwickelte das erste Mobiltelefon der Welt? Wann und wo wurde dieses erstmals eingesetzt? Wer die Antwort nicht auf Anhieb weiß, wird sie googeln. Früher schlugen wir Lexika auf oder recherchierten im Internet. Heute googeln wir; und wir googeln oft – eigentlich immer, wenn wir uns für etwas interessieren oder uns informieren wollen. Vier von Zehn nutzen die allwissende Suchmaschine, also mittlerweile fast jeder Zweite. So auch abends neben dem herkömmlichen Fernsehprogramm. Sei es um Informationen zum laufenden Programm abzurufen oder sich anderweitig über bestimmte Themen zu informieren. Nicht umsonst hat es Google mit dem Verb „googeln“ in den heutigen Duden geschafft. (1)

Es ist sicher keine Neuheit, dass wir uns nicht mehr nur mit einem einzigen Bildschirm begnügen und uns besonders neben dem TV-Programm mit weiteren Informationen versorgen. Das Thema „Second Screen“ ist in aller Marketer-Munde. Vor allem und immer mehr über Tablet und Smartphone, über die auf dem bequemen Sofa gesurft wird. In Zeiten von Digitalisierung und Mobilisierung gibt es für das stereotype Medium Fernsehen viele Chancen, um wieder mehr in den Fokus öffentlicher Diskussion zu rücken. Dabei schlagen immer mehr TV-Formate die Richtung Social Media ein. Hashtags und Fanseiten speziell für bestimmte TV-Formate nehmen zu. Besonders bei den jüngeren Zielgruppen unter 35 Jahren ist besonders die Interaktion über soziale Netzwerke zum laufenden Programm verbreitet. Wer hat nicht den Social Stream während des TV-Duells der Kanzlerkandidaten verfolgt. Allein über den Hashtag #TVDuell konnten 132.000 Tweets mitgelesen werden. Zum ersten Tatort-Einsatz von Til Schweiger im März wurden sekündlich 70 Tweets über den #tatort abgesetzt – pro Sekunde wohlgemerkt. (2)

Bingo! – sollte man meinen, aber eine HUB-Umfrage ergab jedoch, dass im Bereich Second Screen vor allem die Nutzung von Suchmaschinen dominiert: Ganze 41 Prozent der Befragten informieren sich hierüber parallel zum laufenden Programm. Entweder um der Werbung bzw. dem Programm zu entgehen oder weil gerade dies Interesse geweckt hat. Erst danach folgen Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Hier lesen, kommentieren oder posten insgesamt 34 Prozent immer noch mehr als jeder Dritte „Second Screener“ zum laufenden Programm. Auf Platz drei folgen mit 18 Prozent E-Mail, SMS, WhatsApp und Co. (3) Hier wurde zwar amerikanische TV-Zuschauer befragt, allerdings lassen sich viele Parallelen zum Second Screen-Verhalten in Deutschland ziehen. So zeigt die Studie „Catch me if You can“ der Vermarkter InteractiveMedia und United Internet Media ähnliche Ergebnisse zur deutschen Multiscreen-Nutzung. Besonders die Informationssuche – allgemein, produkt- oder themenspezifisch – stellt häufig ein Motiv für Second Screen-Verhalten dar. Und damit hat Second Screen weniger mit dem wirklichen Programm zu tun, das gerade über die Flimmerkiste läuft, als vielmehr mit anderen Inhalten. Lediglich bei einem Achtel aller Befragten bestand demnach ein servicebasierter oder inhaltlicher Zusammenhang (4).

Die Suche nach Informationen beginnt, wie könnte es anders sein, bei Google. Der Weltkonzern Google, 1998 von Sergey Brin und Larry Page gegründet, dominiert auch den deutschen Markt. Ein Marktanteil von weit über 90 Prozent verdeutlicht die Vormachtstellung. (5) Der Suchmaschinen-Gigant Google erhebt sich damit zum eigentlichen King im Bereich Second Screen. Daher hat das Wort googeln durchaus seine Berechtigung.

Wer als Marketer im Bereich Second Screen punkten möchte, sollte sicherlich zunächst Relevanz, Mehrwerte und Usability schaffen. Besonders der japanische Automobilkonzern Toyota versucht bereits seit längerem mit Hilfe von Audio Recognition und Shazam, Werbung mit Mehrwerten anzureichern. (6) Der Erfolg scheint diesem Konzept Recht zu geben. Nicht umsonst läuft die derzeitige Kampagne zu den Hybrid Modellen ebenfalls wieder in dieser Konstellation. Aber das sind nur die ersten Versuche, die Möglichkeiten von Second Screen zu nutzen und auch die Werbung relevanter zu machen. Ob Mobile App, Mobile Advertising oder Mobile Websites – die Potenziale des Second Screen-Zeitalters sollten genutzt werden.

Die Ergebnisse der HUB-Umfrage @ a glance:
– 41% der Befragten suchen nach Informationen zum Programm via Suchmaschinen
– 18% schreiben E-Mails oder Texten (z.B. via WhatsApp) zur Sendung
– 17% lesen Kommentare zur Show auf Facebook oder Twitter
– 17% posten Kommentare zum Programm auf Facebook oder Twitter
– 9% partizipieren in einem Spiel
– 9% schauen ein zweites TV-Programm
– 6% informieren sich in einer programmspezifischen App
– 4% nutzen eine App über das TV Programm im Allgemeinen
– 2% machen etwas anderes auf dem Second Screen

Quellen:

(1): Die Bedeutung des Verbs „googeln“

(2): Second Screen via Social Media

(3): Die Ergebnisse der HUB-Umfrage

(4): Studie „Catch me if You can“

(5): Marktanteile der Suchmaschinen in Deutschland (Mai 2013)

(6): Toyota nutzt Second Screen über Shazam