MZDW 11: 81 Minuten Smartphone-Nutzung pro Tag

MZDW 11: 81 Minuten Smartphone-Nutzung pro Tag
19. März 2014 Timo

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MZDW 11-2014 als PDF zum Download

Morgens, 6:30 Uhr in Deutschland: Der Wecker klingelt. Vielleicht zum ersten Mal, vielleicht zum zweiten Mal, es wird Zeit aufzustehen. Mit einem Tipp den Wecker ausschalten und ab ins Bad – Routine für uns Deutsche. Wie selbstverständlich haben wir bereits dort ersten Kontakt mit unserem Smartphone. Und das ist erst der Anfang. Vermutlich geht es bereits am Frühstückstisch mit den Neuigkeiten in der Tagesschau-App, dem kurzen Check der E-Mails und einem Besuch auf Facebook weiter – via App versteht sich. Da wundert es manchen, dass das Frühstück an sich nicht zu kurz kommt. (Das Manche von uns selbst auf der Toilette nicht ohne Smartphone auskommen, bleibt an dieser Stelle besser unerwähnt, ist jedoch mehrheitsfähig. (1)) Jedenfalls geht es auf dem Weg zur Arbeit und durch den weiteren Tag… Das Smartphone ist dabei als ständiger Begleiter und permanent in Reichweite.

81 Minuten – und täglich werden es mehr

Das Marktforschungsinstitut der Goldmedia Custom Research GmbH hat jetzt unsere tägliche Smartphone-Nutzung anhand von 1.100 Befragten ausgewertet. Das Ergebnis: Ohne Smartphone geht fast nichts mehr: 81 Minuten sind wir Deutschen allein mit unserem Telefon zu Gange – und sei es nur der einfache Blick auf den Sperrbildschirm. Apple Nutzer sind hier mit 87 Minuten noch etwas aktiver und am häufigsten greifen HTC-Besitzer (103 Minuten) und Nutzer von Huawei-Geräten mit 111 Minuten auf die kleinen Begleiter. (2) Dabei ist natürlich noch die Unterscheidung in Intensiv- und Gering-Nutzer zu berücksichtigen – besonders in jüngeren Zielgruppen dürfte die tägliche Nutzung also noch um einiges höher ausfallen. Und auch die Tendenz zeigt weiter steil nach oben. Zumindest wenn es um die Apple-Anhänger geht, entspricht das der Länge eines kompletten Bundesligaspiels. Unter Berücksichtigung der kurzen Nutzungszeiten ist es hier die schiere Häufigkeit der Situationen, an denen wir unser Smartphone zücken. Egal, ob zum Abstellen des Weckers am Morgen oder zum Anstellen des Weckers am Abend, das Smartphone ist meistens erster und letzter medialer Kontaktpunkt unseres Lebens.

Android und Samsung dominieren – doch Apple macht zufriedener

Am häufigsten kaufen wir unser Smartphone im Onlineshop (mit 42 Prozent). Der Kauf im Ladengeschäft folgt mit 34 Prozent dahinter. Der Kauf im stationären Geschäft bedeutet in diesem Fall zu 19 Prozent direkt bei einem Mobilfunkanbieter und zu 15 Prozent bei einem Elektronikmarkt. (2) Am häufigsten werden dabei Geräte mit Android-Betriebssystem über den Scanner gezogen bzw. in den digitalen Warenkorb gelegt. Apple folgt mit iOS mit einem Marktanteil von gut einem Fünftel dahinter und Windows schafft es mittlerweile auf 6 Prozent. (3) Allen voran überzeugen Samsung-Geräte die Nutzer. 43 Prozent greifen zum südkoreanischen Anbieter – bedingt durch das attraktivere Angebot für wirklich alle Nutzertypen. Apple positioniert sich etwas anders am Markt – „Think different“ eben. Dafür punktet Apple in Sachen Zufriedenheit: Bei den Apple-Anhängern handelt es sich um die „Zufriedensten“ – die Schlusslichter in Sachen Zufriedenheit sind Nokia, Blackberry und HTC. Bedienbarkeit, Displayqualität und Prozessorgeschwindigkeit sind hier die größten Treiber in Sachen Kundenzufriedenheit – alles Domänen der iPhones. (2)

81 Minuten Smartphone/Tag: Zeit für…

81 Minuten tägliche Smartphone-Nutzung bedeuten viel Zeit für Messaging, E-Mails, Social Networks, Gaming, Surfen, E-Mails. Die Kernfunktionen des klassischen Telefonierens oder SMS-Schreibens verlieren hier peu á peu an Bedeutung. (4) Dagegen werden Videos immer wichtiger. In Sachen „leicht verdauliche“ Kost schlägt wohl keiner die hochauflösenden HD-Spots auf Youtube & Co. Bereits ein Fünftel aller weltweiten Videos werden mobil abgerufen; Tendenz weiter klar steigend – weil es Spaß macht und sich viel unkomplizierter in unsere Nutzung integriert. (5) In Sachen Nutzung bevorzugt der durchschnittliche Smartphone-Nutzer zudem lieber App als Web – vermutlich aufgrund der immer noch herben Enttäuschungen beim Betrachten so mancher Websites großer Marken. Aber auch in Sachen Darstellungsqualität, Bedienbarkeit und Nutzungsumfang überzeugen uns Mobile Apps mehr. Das Verhältnis von Mobile App zu Mobile Web lässt sich hier auf circa 90:10 beziffern und katapultiert die vielen bunten Icons auf dem Startbildschirm bereits nach dem Download ganz nach vorn. (6)

Allerdings nur, wenn die Mobile App an sich überzeugt. Der Download ist genauso schnell aktiviert, wie das Löschen bestätigt. Von daher gilt es die Punkte zu berücksichtigen, die uns Konsumenten einfach glücklich und zufrieden machen: Bedienbarkeit, Schnelligkeit, Visualität. In diesem Punkten können schnell Bonuspunkte gesammelt werden, die aber auch schnell wieder verloren gehen können und das Markenimage schädigen. Der erste Schritt zum Erfolg ist die Analyse – und die bekannten W-Fragen sollten Sie sich bei einer Mobile App lieber einmal zu oft als einmal zu wenig stellen. Viele Wege führen nach Rom, doch nur wenige in die Herzen von uns Konsumenten. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, den Weg in die Herzen Ihrer Kunden zu finden – mit einer Mobile App, aber natürlich auch im Mobile Web.

Ausgewählte Ergebnisse des Mobile Monitors 2014 der Goldmedia @ a glance: (2)

Der Smartphone-Markt in Deutschland (1.100 Befragte):

–       81 Minuten tägliche Nutzungsdauer von Smartphones insgesamt

–       87 Minuten tägliche Nutzungsdauer mit Apple-Smartphones

–       103 Minuten tägliche Nutzungsdauer mit HTC-Smartphones

–       111 Minuten tägliche Nutzungsdauer mit Huawei-Smartphones

–       42 % der Geräte werden im Online-Shop gekauft

–       34 % der Geräte werden im einem Ladengeschäft erworben (19 % in einem Shop des Mobilfunkanbieters, 15 % in einem Elektronikgeschäft)

–       Lediglich 22 % der Befragten bezahlen ihr Smartphone über den Telefonvertrag ab

–       Android hat einen Marktanteil von 65 %, Apples iOS einen Marktanteil von 20 %

–       43 Prozent der Befragten besitzen ein Samsung-Smartphone

–       unter den gering motivierten Smartphone-Nutzern hat Samsung einen Marktanteil von 40 %, Apple hingegen einen Marktanteil von 10 %

–       unter den hochmotivierten Smartphone-Nutzern hat Samsung einen Marktanteil von 52 %, Apple hingegen einen Marktanteil von 26 %

Quellen:

(1): http://de.engadget.com/2012/10/05/infographik-des-tages-smartphone-nutzung-auf-der-toilette/

(2): http://www.goldmedia.com/presse/newsroom/mobile-monitor-2014.html

(3): http://www.tomorrow-focus-media.de/uploads/tx_mjstudien/TFM_MobileEffects_Studie_2014-I_01.pdf, Folie 7

(4): http://de.statista.com/infografik/2009/wofuer-smartphones-in-deutschland-taeglich-genutzt-werden/

(5): https://www.abiresearch.com/press/mobile-video-growth-will-continue-to-outpace-viewi

(6): http://www.nielsen.com/us/en/newswire/2014/inspiration-and-innovation-mobile-measurement-and-the-battle-of-the-sexes.html