Die 5 wichtigsten Mobile-Trends 2017

Die 5 wichtigsten Mobile-Trends 2017
16. Januar 2017 bam!interactive
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Seit nun mehr 10 Jahren gibt es das iPhone, ein Gerät, dass den Mobile Lifestyle wie kein anderes geprägt hat. Mit dem iPhone kam auch der Trend zu Apps, die heute ein milliardenschwerer Markt sind, und bald machte das Schlagwort „Mobile First“ die Runde. Wir haben uns gefragt, wo die Mobile-Reise in diesem Jahr hingeht und haben die fünf wichtigsten Trends identifiziert.

Mobile First wird endlich Realität

Schon seit Jahren kursiert das Motto „Mobile First“ – doch noch schaffen es die wenigsten Firmen, ihre digitalen Angebote wirklich komplett auf die Nutzung auf dem Smartphone auszurichten. Dabei ist das Smartphone für immer mehr Menschen der First Screen, also der wichtigste Bildschirm. Dass „Mobile First“ durchaus funktioniert, zeigen schon seit Jahren App-basierte Startups wie MyTaxi, N26 oder Uber. Doch gerade etablierte Konzerne tun sich nach wie vor schwer mit dem Shift hin zu Mobile – noch sind längst nicht alle Geschäftsprozesse auf die mobile Nutzung optimiert und es gibt noch immer wahnsinnig viele Websites, die man auf dem Smartphone nur mit einem wilden hin- und herzoomen nutzen kann. Die Fokusgruppe Mobile des BVDW ist sich sicher, dass „Mobile Friendlyness“ mehr und mehr den Unternehmenserfolg bestimmen wird: „Firmen müssen ihre gesamte Informations-Architektur überdenken – ausgehend vom Kontext, in dem der Kunde sich befindet, seinen Wünschen in diesem Augenblick und der Rolle, die der immer anwesende Bildschirm Mobile im Moment der Wahrheit spielt – vor, während und nach der Transaktion. Es geht nicht nur um Mobile First Design, sondern um die Entwicklung einer Mobile-zentrischen Marketing-Strategie“. Bei der Entwicklung einer solchen Mobile-zentrischen Strategie helfen wir Ihnen von bam! Interactive, der Manufaktur für mobile Interaktion, als aktives BVDW-Mitglied sehr gern – nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Künstliche Intelligenz: Chatbots und Sprachassistenten durchdringen unser Leben

Auch wenn die künstliche Intelligenz noch in den Kinderschuhen steckt: Der Dialog zwischen Mensch und Maschine wird zunehmend Wirklichkeit. Das sieht man einerseits an Chatbots, die sich sowohl in den Messengern verbreiten als auch auf ersten E-Commerce-Website wie 1800Flowers, und andererseits an Sprachassistenten wie Apples Vorreiter Siri und dem heutigen Trendsetter Alexa von Amazon. Egal ob nun schrift- oder sprachgestützter Dialog: die Idee dahinter ist, dass Menschen direkt mit einem Computer chatten oder sprechen. Noch sind die Lösungen nicht immer ganz ausgereift und mancher Chatbot antwortet offen und ehrlich nur: „Ich bin ein kleiner Chatbot, lerne noch und kenne noch keine Antwort“ auf manche Frage. Das schafft natürlich Frustration beim Nutzer: Er ist es von Apps gewohnt, dass diese Hindernisse abbauen und z.B. Bestellungen von Taxis mit nur einem Klick ermöglichen, statt einen umständlichen Dialog auszulösen. Dennoch sind sich die meisten Experten einig: Allein dadurch, dass Menschen gerne sprechen und chatten, steht Sprachassistenten und Chatbots eine große Zukunft bevor.

 

Die App ist tot – lang lebe die App!

 

Native Apps für iOS und Android werden schon seit längerer Zeit immer wieder für tot erklärt: Erst sollten sie durch responsive Websites ersetzt werden, dann durch digitale Assistenten und schließlich durch Messenger und Chatbots, die zur Schaltzentrale unseres Lebens werden wollen. Doch noch sind native Apps lange nicht tot – im Gegenteil sind sie weiter auf Wachstumskurs: Gerade Gaming-Apps wie Pokemon Go oder Super Mario Run setzen heute schon mehr Geld um als mancher Kinofilm. Apple schüttete 2016 abermals deutlich mehr Geld an App-Publisher aus, und zwar mehr als 20 Milliarden Dollar – ein Plus von 40 Prozent gegenüber 2015. Und allein am Neujahrstag 2017 wurden im App Store über 240 Millionen Dollar umgesetzt – ein neuer Tagesrekord. Marktforscher App Annie erwartet, dass die Gesamtausgaben für mobile Apps einschließlich App Store-Ausgaben und Anzeigenausgaben im Jahr 2017 die Marke von 166 Milliarden Dollar erreichen, wovon 101 Milliarden Dollar aus In-App-Werbung stammen sollen und 65 Milliarden Dollar aus App- und In-App-Verkäufen. Ein toter App-Markt sieht anders aus. Und nicht zu vergessen: Zusätzlich sorgen Apps für Milliarden-Umsätze beim Verkauf realer Güter und Dienstleistungen: Der Anteil der durch Apps gemachten Umsätze (vs. Online) liegt bei Onlinehändlern mittlerweile bei gut 50 Prozent und bei Unternehmen wie Uber oder Number26 bei 100 Prozent, da es hier gar keine stationären Angebote oder Web-Angebote gibt, so Adjust-Boss Christian Hentschel. Gerne sind wir von bam! Interactive Ihr Ansprechpartner für App Entwicklung, wenn Sie Ihren Kunden etwas Großartiges bieten möchten.

 

Retention wird zur wichtigsten Disziplin im App Marketing

 

Lange drehte sich das App Marketing vor allem um die Frage: Wie komme ich mit möglichst niedrigen Kosten an möglichst viele App-Installationen? Doch diese Herangehensweise geht längst nicht mehr auf: Nur 20 bis 25 Prozent der App-Downloader nutzen die heruntergeladene App über einen längeren Zeitraum, während 75 bis 80 Prozent die App bald nicht mehr nutzen und womöglich auch löschen. Die Herausforderung für App-Publisher ist daher, aus App-Downloadern dauerhafte App-Nutzer zu machen und somit die „Retention Rate“ ihrer App zu steigern. Doch die entsprechenden Strategien hierfür sind noch weitgehend unbekannt: Klar muss die App zunächst einmal ansprechend und die Erwartungen des Nutzers erfüllen. Doch im Kampf um die Aufmerksamkeit auf dem Homescreen müssen weitere Strategien herangezogen werden, z.B. sinnvoll eingesetzte Activity Notifications, User Accounts, App Indexing oder eine Nutzer-Community. „Grundsätzlich muss man bei der Retention-Strategie aber immer zwei Aspekte beachten: Relevanz & Häufigkeit. Auf den Nutzer zugeschnittene Inhalte in regelmäßigen, aber angemessenen Abständen ist die Devise“, sagt Retention-Experte Johannes von Cramon.

 

Predictive Analytics sorgt für maßgeschneiderte Inhalte und Angebote

 

Im Marketing dreht sich heute schon sehr viel um die Analyse von Daten – doch noch gelingt es den wenigsten Marketeers, dadurch auch auf das zukünftige Verhalten von Nutzern schließen zu können, was der Schlüssel für maßgeschneiderte Inhalte und Angebote ist. Durch das Sammeln von Verhaltensdaten von mobilen App-Benutzern können Predictive-Analytics-Plattformen vermuten, was eine Person als nächstes tun könnte, und somit den App-Nutzer glücklicher machen, so Momchil Kyurkchiev von Leanplum. Beispielsweise könnte eine Dating-App den Suchverlauf von jemand verwenden, um Übereinstimmungen zu finden, die sie eher akzeptieren. Genau das tut Tinder, so Jeffrey Morris, Direktor für Produktmanagement und Umsatz. Das Unternehmen nutzt prädiktive Analytik, um individuelle Benutzerpräferenzen aus Trends und Mustern abzuleiten, so dass die App erfolgreiche Matches bereitstellen kann. Diesem Trend dürften bald andere Apps folgen.